Eine west-östliche Gemeinschaft

30. Mai 2005, 13:04
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Österreichisch-japanisches Unternehmen will die Lichtzukunft mitgestalten

Glühbirnen wechseln wird bald der Vergangenheit angehören. Die Lichtzukunft ist wartungsfrei und langlebig. Denn LEDs werden - so die Vision - im kompletten Beleuchtungssystem geliefert, halten fast ewig und sind wartungsfrei.

Kräftig mitmischen bei der Gestaltung der Lichtzukunft wird ein neues Unternehmen in Burgenland. Die Firma Lexedis-Lighting, eine ungewöhnliche Mischung aus Japan, Vorarlberg und Burgenland, will unter die Top 3 der LED-Produzenten kommen. Standort für das Joint Venture von TridonicAtco, einem Unternehmen der Vorarlberger Zumtobel Gruppe, und Toyoda Gosei aus der Toyota Gruppe ist der Technologiepark Jennersdorf. TridonicAtco ist einer der europäischen Marktführer für LED in der Beleuchtung. Die Firma stellt speziell konzipierte Lösungen für Design, Architektur, Werbe- und Notlichtbeleuchtung her. Betriebsgeräte und Lichtsteuerungen für LEDs werden in der Schweiz entwickelt und produziert, die LED-Lichtquellen in Chip On Board Technologie in Jennersdorf. Der japanische Automobilzulieferkonzern Toyoda Gosei wiederum ist nicht nur führender Hersteller von LED-Halbleitern, sondern auch Besitzer der grundlegenden LED-Halbleiterpatente.

Ziel des west-östlichen Unternehmens ist die Weiterentwicklung der LED-Technologie zu "kundenfreundlichen Standards", sagt Geschäftsführer Stefan Tasch. Produzieren will man vor allem für den Automobilbereich und Allgemeinbeleuchtung. Ob die Entwicklung auch in Richtung Endverbraucher-Produkte gehen wird, lasse sich, so Tasch, noch nicht absehen. "Es wird um Gesamtlösungen, die Kombination Lichtquelle und Leuchte, gehen. Wesentlich ist für uns, dass die Technologie weiter verbessert wird und das Handling vereinfacht."

Während die österreichische Hälfte in das Joint Venture die Lichttechnik-Kompetenz einbringt, liefern die Japaner das Know-how in der Halbleiter-Technologie. Stefan Tasch: "Diese Kombination ist neu und eine große Herausforderung. Denn Licht-und Halbleiter-Experten sprechen noch nicht die gleiche Sprache."

Das Joint Venture wird Anfang Juni die ersten Mitarbeiter beschäftigen. Die Schwerpunkte liegen zunächst in der Entwicklung. (jub/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 30. 5. 2005)

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