Das "kleine schmutzige Geheimnis" hinter Longhorn

26. Juli 2005, 13:35
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Worüber Microsoft ungern spricht: Nächste Windows-Version basiert entgegen ursprünglichen Plänen nicht auf dem .Net-Framework

Vom ursprünglich einmal angekündigten Windows Longhorn scheint nicht nur in Hinsicht auf die mitgelieferten Features sondern auch architekturell kaum mehr etwas übrig zu bleiben. Denn worüber Microsoft ungern spricht, momentan aber für einige Aufregung bei den EntwicklerInnen von Windows-Anwendungen sorgt, ist der Umstand, dass Longhorn keineswegs wie ursprünglich geplant auf dem .Net-Framework basieren wird, dies berichtet Microsoft Watch.

Einschränkung

Stattdessen wird das .Net Framework lediglich die Basis für einige spezielle Bereiche wie die Windows API Platform - vor allem das Präsentationssystem Avalon und das Kommunikationssystem Indigo - stellen, in die Kernkomponenten schafft es die Technologie allerdings nicht. Die Ursachen dürften dabei vor allem in der erheblichen Verspätung und der mangelnde Stabilität von .Net 2.0 liegen, laut einigen EntwicklerInnen sei es einfach noch nicht weit genug um darauf ein Betriebssystem zu basieren, und dies dürfte letztendlich auch Bill Gates eingesehen haben.

Alles anders

Die Entscheidung weg von der .Net-Zentrierung und hin zu einem "klassischeren" Ansatz dürfte im letzten Sommer, also zur gleichen Zeit wie die Ankündigung der Streichung zahlreicher geplanter Longhorn-Features wie WinFS, gefallen sein. Ein Zeitpunkt also an dem Microsoft de facto die Notbremse im sich verlaufenden Entwicklungsprozess gezogen hat, und der wohl als "Longhorn Reboot" in die Geschichte des Softwarekonzerns eingehen wird.

Vorteile

Viele EntwicklerInnen können der zentralen Änderung aber auch positives abgewinnen, immerhin müssten nun nicht alle auf .Net umsteigen, wenn sie dies nicht wollten. (red)

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