Ungeliebter Confederations-Cup

31. Mai 2005, 21:06
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Torjäger Ronaldo ist sein Urlaub wichtiger als das Testturnier - Karl-Heinz Rummenigge will es überhaupt abschaffen

Rio de Janeiro/Madrid - Der Confederations Cup, der vom 15. bis 29. Juni in Deutschland stattfinden wird, bleibt umstritten. Brasiliens Torkanone Ronaldo hat seine Absicht bekräftigt, dem Confederations Cup vom 15. bis 29. Juni in Deutschland fernzubleiben. Er wolle in dieser Zeit lieber Ferien machen, erklärte der Star von Real Madrid nach seiner Ankunft in der Heimat. Er wolle mit Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira sprechen, um seinen drohenden Ausschluss von der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland zu verhindern. Er argumentierte, dass er bei einer Teilnahme zwei Jahre lang auf Ferien verzichten müsste.

Der brasilianische Fußballverband (CBF) und der Trainer hatten damit gedroht, dass Nationalspieler, die der WM-Generalprobe in den fünf deutschen WM-Städten fernblieben, auch auf die Endrunde verzichten müssen. Ronaldo will aber eine Ausnahmeregelung: "Ich bin nicht irgendein Jungspund, der zum ersten Mal für die Nationalelf spielt. Ich war für Brasilien bei allen internationalen Wettbewerben dabei."

Ganz im Sinne Ronaldos argumentiert auch Karl-Heinz Rummenigge: "Die Spieler haben zu wenig Urlaub", sagte der Vorstandschef des deutschen Double-Gewinners FC Bayern München am Montag. "Das Rad ist überdreht." Deshalb müsse über ein Abschaffen des seit 1997 immer im Jahr vor der Weltmeisterschaft veranstalteten Wettbewerb nachgedacht werden. (APA/dpa/red)

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