Schmerzensgeld für Trauer nach Tod des Bruders

30. Mai 2005, 19:52
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Erstmals wurde einem verbliebenen Geschwisterteil Schmerzengeld zugesprochen

Bregenz - Erstmals in Österreich wurde nach einem tödlichen Unfall vom Obersten Gerichtshof (OGH) auch einem hinterbliebenen Geschwisterteil Schmerzensgeld zugesprochen. Für Versicherungen könnte das Urteil weit reichende Folgen haben.

Stirbt ein Mensch durch die Fahrlässigkeit eines anderen, steht den Angehörigen Schmerzensgeld zu. Der Personenkreis ist eng gesteckt: Ehepartner, Verlobte, Eltern, Kinder. Der aktuelle Fall: Der damals 46-jährige Bruder des Klägers war 2003 als Radfahrer von einem alkoholisierten Pkw-Lenker getötet worden.

Der Kläger argumentierte, er habe zu seinem von Geburt an behinderten Bruder eine besondere Beziehung gehabt und eine väterliche Rolle eingenommen. (APA)

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