Melzer kämpfte, Coria siegte

9. Dezember 2005, 10:31
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Nach zwei schnellen Satzverlusten bäumte sich Österreichs Nummer eins noch einmal auf, war jedoch schluss­endlich chancenlos

Paris - Guillermo Coria war für Jürgen Melzer am Ende dann doch eine Nummer zu groß. Der 23-jährige Argentinier bezwang am Samstag den 24-jährigen Österreicher nach einer Stunde und 54 Minuten sicher mit 6:1,6:1 und 7:6 (2). Melzer fand erst im dritten Satz seinen Rhythmus, kämpfte aufopferungsvoll, scheiterte schlussendlich aber nicht nur am Gegner, sondern vor allem an seinen insgesamt 48 unerzwungenen Fehlern.

Zwei Satzbälle vergeben

Nach zwei Sätzen schien der Niederösterreicher - aktuell die Nr. 44 im ATP-Computer - in ein Debakel zu schlittern. Doch zu Beginn des dritten Durchgangs zeigte Melzer Kampfgeist, setzte Coria zeitweise gehörig unter Druck und punktete zumeist von der Grundlinie. Beim Stand von 5:3 vergab die heimische Nummer eins mit zwei Satzbällen die große Chance auf einen Set-Gewinn und musste so ins Tie-Break, das Coria klar dominierte.

Melzer gelang es kaum, den quirligen Argentinier am Court Suzanne Longlen unter Kontrolle zu bringen. Die häufigen Stoppbälle des 24-Jährigen aus Deutsch-Wagram landeten entweder im Netz oder wurden zur sicheren Beute seines leichtfüßigen Gegners aus Südamerika, der im Vorjahr erst im Finale an seinem Landsmann Gaston Gaudio (ARG-5) gescheitert war.

Dritter und erfolgreichster Auftritt in Paris

Für Jürgen Melzer war der bisher dritte Auftritt im Hauptbewerb der bisher erfolgreichste bei den French-Open in Paris. Immerhin hatte er zuvor Wayne Arthurs (AUS) und Michail Juschnij (RUS) bezwungen, Guillermo Coria trifft nun im Achtelfinale auf St. Pölten-Sieger Nikolai Dawidenko (RUS-12). (APA)

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    Zu fehleranfälliges Spiel von Jürgen Melzer in der dritten Runde.

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