Hypo-Vereinsbank führt Übernahmegespräche mit Spaniern

30. Mai 2005, 09:10
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Informationen deutscher Sonntagszeitung: Meldungen über Übernahme durch UniCredito sollen "Ablenkungsmanöver" sein

Hamburg - Die Münchner Hypo-Vereinsbank (HVB) führt nach Informationen der "Welt am Sonntag" Gespräche zu ihrer Übernahme durch ein spanisches Finanzhaus. Bank-Chef Dieter Rampl habe sich diese Woche gemeinsam mit HVB-Aufsichtsratschef Albrecht Schmidt zu Gesprächen mit Managern einer spanischen Großbank in Südkorea aufgehalten.

"Solche Diskussionen werden immer auf neutralem Boden geführt", kommentierte ein hochrangiger Manager der BA-CA-Mutter HVB die Gespräche. Für eine Übernahme der zweitgrößten deutschen Bank kommen demnach Spaniens größte Bank Santander Central Hispano (SCH) und deren Konkurrent Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) in Frage.

Unter Berufung auf Informationen aus dem HVB-Aufsichtsrat heißt es in der "WamS" weiter, Rampl wolle "die Bank so schnell wie möglich verkaufen" und spreche deshalb mit potenziellen Investoren. Meldungen, wonach eine Übernahme der HVB durch die italienische Großbank UniCredito bevorstehe, stufe man in München als Ablenkungsmanöver ein. "Es gab Sondierungsgespräche, die bislang aber nicht konkretisiert wurden", erfuhr die Zeitung aus Aufsichtsratskreisen. (APA)

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