Zehn schiitische Pilger nahe syrischer Grenze getötet

31. Mai 2005, 17:07
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Junge Männer zum Aussteigen aus Bus gezwungen und verschleppt

Hilla - Im Irak sind nahe der Grenze zu Syrien zehn schiitische Pilger von einer Gruppe Bewaffneter getötet worden. Die Leichen der zehn jungen Männer im Alter zwischen 16 und 20 Jahren seien am Samstag in ein Krankenhaus der südlich von Bagdad gelegenen Stadt Hilla gebracht worden, hieß es nach Polizei- und Krankenhausangaben. Nach ersten Ermittlungen war der Bus der Pilger bereits am Dienstag in der Nähe des Ortes Kaim nahe der Grenze angehalten worden.

Die Gruppe befand sich den Angaben zufolge auf dem Rückweg von einem Besuch einer heiligen Stätte in der syrischen Hauptstadt Damaskus. Die Bewaffneten hätten die Pilger zum Aussteigen gezwungen und verschleppt, sagte ein irakischer Polizeioffizier unter Berufung auf Aussagen von überlebenden Mitreisenden. Am Freitag seien dann die Leichen der Pilger gefunden worden.

Nach Angaben der US-Armee halten sich in der Region von Kaim im Westen des Irak arabische Kämpfer auf, die über die syrische Grenze ins Land gelangen. Anfang Mai begann die Armee dort eine Großoffensive, bei der sie nach eigenen Angaben mehr als hundert Aufständische tötete. Der Einsatz richtete sich gegen mutmaßliche Anhänger des jordanischen Extremisten Abu Mussab al Zarqawi. Sie nutzen die Region laut US-Armee als Stützpunkt, um Waffen und Geld aus Syrien über die Grenze in den Irak zu schmuggeln. (APA/AFP)

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