Erste Pole für Heidfeld

29. Mai 2005, 15:54
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Premiere für den Deutschen am Nürburgring - Räikkönen komplettiert Startreihe eins - Friesacher schlägt einen Jordan

Nürburg - Der "neue" Qualifying-Modus mit nur mehr einem statt zwei Zeitläufen hat am Samstag auf dem Nürburgring Premiere gefeiert und ausgerechnet dem Lokalmatador Nick Heidfeld die erste Pole Position seiner Formel-1-Karriere beschert. "Schöner kann man sich seine erste Pole nicht wünschen", jubelte der 28-jährige Williams-BMW-Pilot, der im GP von Europa am Sonntag (14 Uhr) vor Kimi Räikkönen (FIN/McLaren-Mercedes), Mark Webber (AUS/Williams-BMW) und Jarno Trulli (ITA/Toyota) ins Rennen starten wird.

Alonso nur auf Rang sechs

Der spanische WM-Leader Fernando Alonso (Renault) kam in der Eifel nicht über Rang sechs hinaus, Weltmeister Michael Schumacher (Ferrari) wurde lediglich Zehnter. Das entscheidende Geheimnis der Session blieb jedoch, mit wie viel Sprit die Piloten jeweils unterwegs waren.

Patrick Friesacher stellte im Minardi-Stallduell mit Christijan Albers souverän auf 5:2 und startet aus Position 18 in den siebenten Lauf der Saison 2005. Das Red-Bull-Duo wird es schwer haben, um in die Punkte zu kommen - David Coulthard (GBR) wurde in der Quali Zwölfter, Vitantonio Liuzzi (ITA) 14.

Glühende Hitze

"Quick-Nick" Heidfeld, vergangene Woche in Monaco hinter Räikkönen Zweiter, bestätigte bei glühender Hitze in Deutschland seine starke Form. "Ich dachte, dass es nach Monaco sehr schwer wird, aber es ist bis jetzt alles perfekt gelaufen. Ich habe auf die erste Reihe gehofft, Platz eins hat mich sehr überrascht", meinte der Mann aus Mönchengladbach.

Auch M. Schumacher gratulierte seinem langjährigen Freund Heidfeld: "Das ist grandios. Er kann mächtig stolz darauf sein."

Raikkönen hofft auf Hattrick

Räikkönen, der zuletzt in Barcelona und Monaco gewann und 22 Punkte hinter Alonso WM-Zweiter ist, hat dennoch gute Chancen auf den Hattrick. "Wir hoffen auf einen guten Start, es gibt hier aber auch gute Möglichkeiten zum Überholen", betonte der Finne, der über die Tanks der Konkurrenz rätselte: "Die Rennstrategie wird entscheidend."

Nach einer Sperre für zwei Rennen erstmals wieder im Einsatz war das BAR-Honda-Duo, das als erstes Team quasi als "Staubsauger" auf die Strecke musste. Jenson Button (GBR) wurde 13., Takuma Sato (JPN) 16.

Red Bull könnte wie in Monaco am vergangenen Sonntag leer ausgehen. Coulthard ist skeptisch: "Wir haben mit dieser Strecke zu kämpfen. Punkte zu holen, wird nicht einfach." (APA)

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    Nick Heidfeld mit dem BMW-Williams in der Mercedes-Arena am Nürburgring.

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