Mehr als zehn Tote bei Anschlägen im Norden und Süden

30. Mai 2005, 08:39
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Attentate am Eingang eines Militärstützpunkts in Sindkar - Sieben Tote bei Autobombenanschlag in Tikrit - Sunnitenführer in Kirkuk erschossen

Mossul - Bei zwei zeitgleichen Anschlägen im Nordosten des Irak sind am Samstag früh mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. 45 weitere Menschen seien bei den Attentaten am Eingang eines irakischen Militärstützpunkts in Sindkar verletzt worden, wie die Polizei und Ärzte mitteilten. Bei den Toten handele es sich um irakische Sicherheitskräfte. Die Stadt liegt rund 420 Kilometer nordöstlich von Bagdad.

Sieben Tote bei Autobombenanschlag in Tikrit

In dem rund 160 Kilomter nordwestlich von Bagdad gelegenen Tikrit waren am Freitagabend sieben Menschen bei einem Autobombenanschlag ums Leben gekommen und 24 weitere verletzt worden. Nach Polizeiangaben hatten Aufständische ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug auf einem Marktplatz in der früheren Hochburg Saddam Husseins abgestellt.

Sunnitenführer in Kirkuk erschossen

Ein gemäßigter sunnitischer Stammesführer ist in der nordirakischen Stadt Kirkuk einem Attentat zum Opfer gefallen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Scheich Sabhan Khalaf al Jiburi wurde am Freitagabend vor seinem Haus von Unbekannten erschossen. Jiburi hatten auch enge Beziehungen zu den irakischen Kurden. Gemäßigte Stammesführer sind häufig das Ziel von Angriffen der Aufständischen.

Razzia südlich von Bagdad

Bei einer amerikanisch-irakischen Razzia südlich von Bagdad sind am Samstag nach Polizeiangaben zwei Aufständische getötet und fünf weitere verletzt worden. Außerdem seien elf Aufständische bei der Razzia in Mahauil, etwa 50 Kilometer südlich der irakischen Hauptstadt, gefangen genommen worden.

Bombendeponierung bei Bakuba

Drei Männer starben am Freitagabend nach Polizeiangaben, als sie eine Bombe an einer Straße im nördlich von Bagdad gelegenen Bakuba deponieren wollten. Die Polizei habe in einem Kleinbus, der in der Nähe geparkt war, drei weitere Sprengsätze und eine Granate gefunden. Am Samstagmorgen entschärfte die Polizei einen weiteren Sprengsatz, der an derselben Straße deponiert war.

Fünf Tote und 45 Verletzte bei Anschlag im Südirak

Mossul - Bei der Explosion von zwei Autobomben nahe einer Militärbasis im Irak sind am Samstag nach Krankenhausangaben fünf Menschen getötet und mindestens 45 verletzt worden.

Augenzeugen zufolge detonierten die Sprengsätze kurz hintereinander an der Zufahrt zu der Militärbasis südlich der Stadt Sindschar an der Grenze zu Syrien. Unter den Opfern seien vor allem Arbeiter und irakische Soldaten. Die Autos mit den Bomben wurden den Angaben nach von Selbstmordattentätern gesteuert. Der Stützpunkt wird gemeinsam von der US-Armee und dem irakischen Militär betrieben. (APA/AP/dpa/Reuters)

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