Auschwitz: Gründung eines Internationalen Forschungszentrums

28. Mai 2005, 10:30
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Statuten-Änderung der Gedenkstätte schuf formalrechtlichen Rahmen - für Zukunft enge Kooperation mit internationalen Einrichtungen vorgesehen

Warschau/Auschwitz - Das Internationale Forschungszentrum zu Auschwitz und dem Holocaust ist am Freitag formell gegründet worden. Seine tatsächliche Arbeit wird das Zentrum allerdings erst in einigen Jahren aufnehmen können. Durch eine Änderung der Statuten der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau wurde jedoch bereits der formalrechtliche Rahmen geschaffen, sagte ein Sprecher der Gedenkstätte.

Die Gründungsurkunde des Zentrums wurde am 60. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz von den ehemaligen Häftlingen Wladyslaw Bartoszewski und Simone Veil unterzeichnet. Inzwischen haben sich außer dem früheren polnischen Außenminister und der ehemaligen Präsidentin des Europaparlaments rund 150 ehemalige Häftlinge dem Appell angeschlossen, am Ort des größten nationalsozialistischen Vernichtungslagers künftigen Generationen Wissen über den Holocaust zu vermitteln. Das Forschungszentrum soll eng mit internationalen Gedenkstätten und Museen zusammenarbeiten, darunter Yad Vashem in Jerusalem und dem Holocaust Museum in Washington.

Das ehemalige deutsche Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ist heute eine Gedenkstätte, die jährlich von rund 500 000 Menschen besucht wird. Während des Zweiten Weltkrieges wurden hier zwischen 1,1 und 1,5 Millionen Menschen ermordet. Die meisten der Opfer waren Juden.(APA/dpa)

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