Sondersitzung wegen Schüssel-Rede abgeblasen: ORF-Rat droht mit Beschwerde -

27. Mai 2005, 18:12
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SP-Stiftungsrat Karl Krammer überlegt, deshalb den Bundeskommunikationssenat einzuschalten

Stiftungsräte von SPÖ und Grünen wollen nicht akzeptieren, dass die Sondersitzung des ORF-Gremiums zur Kanzlerrede abgeblasen ist. Eine freiheitliche Unterstützerin ihre Unterschrift zurück. Karl Krammer (SP) überlegt nun, deshalb den Bundeskommunikationssenat einzuschalten.

Pius Strobl (Grüne) sammelt Unterschriften für eine Beschwerde gegen die Rede. Beide schrieben Stiftungsratschef Klaus Pekarek: Sie gehen davon aus, dass die Sondersitzung stattfindet. Andernfalls wollen sie in der regulären Juni-Sitzung die Rede debattieren - und laut Krammer auch das mit dem Kanzleramt abgestimmte "Gedankenjahr", den verhinderten TV-Spot des ÖGB und Gerüchte über eine vorgezogene Generalswahl im ORF.

Eva Glawischnig (Grüne) legte nach: Das "VP-Fernsehen von Chefredakteur Werner Mück" treibe die "ZiB-Quote in den Keller". Die "ZiB 1" sahen Donnerstag nur 826.000. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 28./29.5.2005)

Nachlese

Sondersitzung im ORF abgeblasen - Stiftungsrätin zog Unterstützung zurück - Kritik an Kanzlerrede in regulärer Sitzung

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