Schmuggel von Marihuana: 20 Jahre Haft für Australierin in Bali

28. Mai 2005, 18:01
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27-Jährige bestreitet Tat - zu Prozessbeginn hatte die Staatsanwalt die Todesstrafe gefordert

Denpasar/Sydney - Auf der indonesischen Ferieninsel Bali ist am Freitag die 27-jährige Australierin Schapelle Corby wegen Drogenschmuggels zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Laut Urteil hatte sie im Oktober des vorigen Jahrs versucht, 4,1 Kilogramm Marihuana illegal ins Land zu bringen. Das Rauschgift war bei der Einreise auf dem Flughafen gefunden worden.

Corby hatte die Vorwürfe stets bestritten und erklärt, die Drogen seien ohne ihr Wissen in ihre Surfbretttasche gelegt worden. Ihre Anwälte legten sofort Berufung ein. Zu Prozessbeginn hatte die Staatsanwalt die Todesstrafe gefordert, ihren Antrag aber später auf lebenslange Haft reduziert.

Die australische Regierung unterstützt Corby in ihrer Verteidigung, indonesische Politiker nannten das eine Gefährdung der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern. (uw, DER STANDARD Printausgabe 28729.5.2005)

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    Schapelle Corby

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    Schapelle Corby bestreitet den Schmuggel seit ihrer Verhaftung

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