Kampf um Vizemeister-Titel, letzter Akt

29. Mai 2005, 17:32
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Fernduell in letzter Runde am Sonntag: GAK empfängt Meister Rapid und Austria misst sich mit Admira - Superfund-Präsident Grad vor Wacker-Spiel: "Es stinkt hier"

Wien - Die wichtigsten Entscheidungen in der österreichischen Fußball-Bundesliga sind gefallen, also geht es in der letzten Runde am Sonntag nur noch um einen ehrenvollen Saison-Abschied und nebenbei auch noch um Platz zwei. Der Schlager steigt in Graz, wo der alte Meister GAK den neuen Titelträger Rapid empfängt. Die Rotjacken liefern sich mit der Austria (daheim gegen Admira) ein Fernduell um den Vizemeistertitel, Mattersburg könnte sich mit einem Heimsieg gegen Sturm Platz fünf sichern. Die weiteren Paarungen lauten Pasching - Wacker Tirol und SV Salzburg - SW Bregenz.

4.000 Rapid-Fans in Graz

Für den letzten Liga-Auftritt von Rapid in diesem Spieljahr haben sich 4.000 Fans aus Wien angekündigt, die wie schon in den vergangenen Partien nach dem Schlusspfiff ihre Helden auf dem Rasen hochleben lassen dürfen. Die Tore werden geöffnet und ein großes Polizeiaufgebot soll dafür sorgen, dass der neuerliche "Platzsturm" in geordneten Bahnen stattfindet. Schon vor Spielbeginn bekommt Rapid-Präsident Rudolf Edlinger von seinem GAK-Amtskollegen Rudi Roth symbolisch noch einmal den Meisterteller überreicht.

GAK spekuliert mit Platz zwei

Trotz aller Feierlichkeiten hat GAK-Trainer Walter Schachner den sportlichen Aspekt nicht vergessen. "Wir wollen unbedingt Platz zwei verteidigen und gewinnen. Dann wären wir nur einen Punkt hinter dem Meister", meinte "Schoko", der Goalie Franz Almer und Didi Ramusch im letzten Spiel ihrer Karriere gegen die stark ersatzgeschwächten Rapidler noch einmal einsetzen wird. Der entthronte Doublegewinner hat mit Rapid noch eine offene Rechnung, gingen doch drei der bisherigen vier Saisonpartien inklusive Cup verloren.

Austria schont sich für's Cupfinale

Die Austria hofft auf einen Punkteverlust des GAK, um die Grazer mit einem Sieg gegen die Admira noch zu überholen. "Aber unser großes Ziel ist das Cup-Finale", erklärte Teammanager Peter Stöger, der deshalb einige Spieler schonen will. Laut Admira-Trainer Dominik Thalhammer kann seine Mannschaft in dieser Partie nur gewinnen. "Wir werden ganz locker in das Match gehen und wieder vielen Jungen eine Chance geben. Alles, was wir gegen die Austria erreichen, ist ein Plus."

Rute in Superfunds Fenster

Weit weniger entspannt ist die Situation bei Superfund Pasching. Die Oberösterreicher, nach dem 0:3 bei Sturm seit neun Partien sieglos, bekamen auf Grund der Negativserie von Präsident Franz Grad die Rute ins Fenster gestellt. "Es stinkt hier. Wir werden uns am Montag zusammensetzen und alles genau besprechen. Wir wollen nicht ins Mittelmaß zurückfallen. Die Frage ist, ob wir eine komplett neue Mannschaft brauchen", drohte Grad vor dem Heimspiel gegen Wacker Tirol.

Mattersburg vs Sturm

Die Innsbrucker wahrten mit dem 2:1-Heimsieg gegen Mattersburg die Chance auf Platz fünf, die besseren Karten haben aber die Burgenländer, die zwei Punkte vorn liegen. "Wir hoffen auf einen Sieg gegen Sturm und damit auf die beste Platzierung einer burgenländischen Mannschaft. Außerdem wollen wir uns von unseren Fans gebührend verabschieden", meinte Betreuer Franz Lederer vor dem Spiel gegen die Grazer, die gleich elf Spieler vorgeben müssen.

Salzburg verabschiedet Laessig gegen Bregenz

Im bedeutungslosen Heimspiel der Salzburger gegen Absteiger Bregenz wird der 37-jährige Heiko Laessig als Spieler verabschiedet und in Zukunft als Nachwuchskoordinator der Mozartstädter fungieren. "Ich freue mich auf die neue Aufgabe, aber ein bisschen Wehmut ist auch dabei. In der neuen Red-Bull-Ära wäre ich noch gern als Spieler dabei gewesen", meinte der Deutsche, der 1996 nach Salzburg gekommen war. (APA)

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