Feuchtblattern als Schlaganfall-Risiko

29. Mai 2005, 20:13
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Deutsche Mediziner führen zehn Prozent aller Schlaganfälle im Kindesalter auf die Krankheit zurück

Hamburg - Etwa zehn Prozent aller Schlaganfälle bei Kindern lassen sich nach einer Studie der Universität Münster auf eine frühere Feuchtblatternerkrankung zurückführen. Das teilte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Hamburg mit.

Die Studie stützt sich auf die Untersuchung von 700 Schlaganfällen im Kleinkindalter, die seit 1996 untersucht worden seien. So könnten die Feuchtblattern "noch Wochen und Monate" nach der akuten Erkrankung zu einer Entzündung der Gefäßwände, speziell der Hirnarterien, führen, die sich verengen und zum Infarkt führen, wie Ronald Sträter, Oberarzt an der Universitäts-Kinderklinik Münster, laut Verband erklärte. Diese Komplikation wird nach seinen Worten unterschätzt. Der Berufsverband rät zur rechtzeitigen Impfung.(APA/AP)

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