Sodbrennen: Wenn Medikamente allein nicht reichen

27. Mai 2005, 12:43
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Eingesetzter "Plicator" vernäht Teil des Mageneingangs und verhindert Rückfluss sauren Mageninhalts

Leipzig - Ein neues Gerät soll die Behandlung von chronischem Sodbrennen verbessern. Bei Patienten, die an der Refluxkrankheit leiden, kann der so genannte Plicator einen Teil des Mageneingangs dauerhaft vernähen und verhindert dadurch das Zurückfließen sauren Mageninhalts in die Speiseröhre. Das Gerät wird derzeit im Rahmen einer internationalen Studie an der Uniklinik Leipzig eingesetzt.

Sodbrennen führt nicht nur zu den typischen brennenden Schmerzen, sondern kann auch einhergehen mit Schluckstörungen, Übelkeit und Erbrechen sowie mit Magen- oder Oberbauchschmerzen. Häufiges Sodbrennen sollte medizinisch behandelt werden, da ansonsten eine Entzündung der Speiseröhrenschleimhaut droht.

Medikamentöse Behandlung

Zur Therapie setzen Mediziner vor allem auf die Gabe von Medikamenten, so genannter Protonenpumpenblocker, die die Bildung von Magensäure hemmen. Da die Refluxkrankheit aber eine chronische Erkrankung ist, müssen die Patienten die Mittel oft über Jahre oder sogar lebenslang einnehmen. Alternativ dazu wird in Ausnahmefällen durch eine aufwändige Operation der Übergang von Speiseröhre und Magen eingeengt.

Bei dem neuen Verfahren wird mit Hilfe eines Endoskops ein spezieller Nahtapparat in den Magen geführt, der mit einer Vollwandnaht eine deutliche Einengung des Mageneingangs ermöglicht. Die wesentlichen Vorteile des Verfahrens sind die Kürze des ambulanten Eingriffs und die Vollwandnaht. "Erstmals sind die Nähte von Dauer", erklärte der Leipziger Professor Karel Caca. Patienten mit starkem Sodbrennen kann dauerhaft geholfen werden."(APA/AP)

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