Schluss mit "Light-Mogelwerbung"

30. Mai 2005, 13:40
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"Fettarm" und "light" müssen nach EU-Beschluss künftig wissenschaftlich nachbeweisbar sein

Klagenfurt - Die EU hat dem Übergewicht den Kampf angesagt. Angaben wie "fettarm" und "light" in der Lebensmittelwerbung müssen künftig unter wissenschaftlichen Kriterien nachbeweisbar sein, sonst dürfen sie nicht mehr auf der Packung abgedruckt sein. Die Abgeordneten sprachen sich aber gegen ein völliges Verbot von solchen Werbebotschaften aus.

Unterschiedliche Regelungen

Die Frage, ob bei Süßigkeiten, fetten Snacks oder sehr salzigen Produkten derartige Werbebotschaften überhaupt zulässig sein sollen, ist umstritten. Die EU-Kommission hatte bei solchen Produkten ein Verbot vorgeschlagen. Die Gesundheitsminister müssen über die Verordnung erst beraten. Bisher gelten in den EU-Staaten unterschiedliche Regelungen. Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Erstellung von strengen Nährwertprofilen bei der Verwendung von entsprechenden Angaben wurden von den EU-Parlamentariern ebenfalls abgelehnt.

Vitamine, Mineralien und anderen Stoffen

Eine zweite, von den Abgeordneten angenommene Verordnung über den Zusatz von Vitaminen, Mineralien und anderen Stoffen zu Lebensmittel sieht ebenfalls strengere Bestimmungen vor. Diese Stoffe dürften künftig nur dann zugesetzt werden, wenn sie der Körper auch tatsächlich verwerten kann. Die Höchstwerte müssten genauer und umfassender als bisher definiert werden. (APA)

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