Musikindustrie geht gegen High-Speed-Netzwerk Internet2 vor

4. Juli 2005, 10:21
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Klagen gegen StudentInnen von 33 US-Universitäten - Filme und Musikstücke blitzschnell heruntergeladen

Neuen Zielen widmet sich offenbar die Recording Industry Association of America (RIAA), im Rahmen einer weiteren Angriffswelle gegen den Online-Tausch von Musik und Filmen, hat die Vertretung der US-Musikindustrie zahlreiche Klagen gegen StudentInnen von insgesamt 33 US-Universitäten eingebracht. Diese sollen entsprechende Dateien über das High-Speed-Netzwerk Internet2 getauscht haben, und so die Eigentumsrechte verletzt haben.

Speed

Das Internet2 wird von einem Zusammenschluss von über 200 Universitäten, Privatunternehmen und Behörden betrieben, derzeit werden dabei Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 10 GBit/s erreicht. In letzter Zeit hatte sich in diesem Netzwerk eine recht aktive File Sharer-Szene etabliert, dem will die RIAA nun frühzeitig einen Riegel vorschieben. Es dürfe nicht sein, dass das Hochgeschwindigkeitsnetz zu einer gesetzlosen Zone verkomme, so RIAA-Präsident Cary Sherman.

Klagen

Die Verfahren wurden wie gewohnt als sogenannten "John Doe"-Klagen eingebracht, die die Identität der einzelnen NutzerInnen herausfinden soll. Diese Vorgangsweise hat sich eingebürgert, da Provider in den USA auf reinen Verdacht keine KundInnendaten hergeben wollen und müssen.

As-usual

Zusätzlich zu den Klagen gegen das Internet2 ist die RIAA auch gegen 649 "normale" File-SharerInnen vorgegangen, womit sich die Gesamtzahl der von der RIAA verklagten Personen auf rund 11.000 erhöht. (red)

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