Gorbach keine Teilnahme aber Verständnis für Transitgegner

27. Mai 2005, 19:01
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Verkehrsminister will Brennerbasistunnel als Lösung - Blockaden allein seien keine Lösung

Innsbruck - Verkehrsminister Hubert Gorbach (BZÖ) und Tirols Landeshauptmann Herwig van Staa (V) haben am Freitag Verständnis für die Besucher der Transitblockaden gezeigt, ihre eigene Teilnahme ausgeschlossen und neuerlich auf die Bemühungen der Politik verwiesen, das Transitproblem lösen zu wollen. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Freitag in Innsbruck berichtete der Minister von weiteren Steigerungen im Lkw-Verkehr am Brenner in den ersten vier Monaten dieses Jahres. Eine Lösung sei der Brennerbasistunnel, für den er die Weichen so stellen wolle, dass das Projekt auch nach seinen Abgang realisiert werden könne.

Blockaden allein seien keine Lösung

Die Politik habe keinen Platz auf der Straße, Blockaden allein seien keine Lösung, sagten Van Staa und Gorbach. Der Minister verwies auf die bereits im Bau befindliche Unterinntaltrasse. Durch gemeinsame Anstrengungen sei es gelungen, auch die EU von der Wichtigkeit des Brennerbasistunnels zu überzeugen. 450 Mio. Euro seien für den so genannten "Quickstart" des Projektes vorgesehen, 50 Prozent werde die EU bezahlen. Die formelle Entscheidung werde "spätestens im Frühherbst" dieses Jahres fallen, versicherte Gorbach.

Zu den Blockaden sagte Gorbach, dass er selbst zwei Mal bereits aktiv an derartigen Veranstaltungen teilgenommen habe. Einmal sei es um einen Autobahnzubringer im Ländle gegangen. Das zweite Mal sei es eine Kundgebung in der Hainburger Au gewesen. Was auf seinen Protesttafeln zu lesen gewesen sei, wisse er heute nicht mehr, "auf jeden Fall nichts Unanständiges". (APA)

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