Deutscher Pokal: Gipfeltreffen in Berlin

28. Mai 2005, 22:40
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Vizemeister Schalke 04 fordert im deutschen Cupfinale Rekordmeister Bayern München

Berlin - Nachdem im englischen Cup-Endspiel Arsenal Manchester United im Elfmeterschießen bezwungen hatte und in Österreich kommenden Mittwoch einander die Wiener Erzrivalen Rapid und Austria gegenüber stehen, ist auch das Finale um den deutschen Fußball-Pokal ein Spitzenspiel. Vizemeister Schalke 04 fordert am Samstag (20:45 Uhr/live ARD) in Berlin den neuen Champion, Rekordtitelträger Bayern München.

Letzter Höhepunkt der Saison

"Das wird ein Highlight. Beide Mannschaften haben ihre Ziele heuer erreicht und können befreit aufspielen", verkündete Uli Hoeneß. "Ich erwarte ein hartes und emotionales Spiel", spielte der Bayern-Manager vor dem 62. Endspiel um den DFB-Cup auf die große Rivalität zwischen dem Revierklub und den Münchnern an.

2001 hatte Bayern-Verteidiger Patrick Andersson den Schalkern in der letzten Meisterschafts-Sekunde den ersten Meistertitel seit 1958 gekostet, vier Jahre später setzten sich die Bayern erneut - mit 14 Punkten Vorsprung allerdings um einiges deutlicher - vor den "Knappen" durch. Dabei hatte der vierfache Cupsieger Schalke beide direkten Liga-Saisonduelle mit 1:0 für sich entscheiden.

Für Gesprächsstoff hatte zuletzt bei Schalke der Brasilianer Ailton gesorgt. Das "Enfant terrible", das nach dem errungenen Titel des Torschützenkönigs in der vergangenen Saison im Vorsommer von Werder Bremen nach Gelsenkirchen gewechselt war, hatte offen über Abgangsgelüste gesprochen. "Für uns wäre es besser, wenn er im Finale spielt - er läuft nicht viel", lästerte Bayern-Verteidiger Willi Sagnol.

Abschied von Robert Kovacs und Ze Roberto

Bei den Bayern, die ohne Ausfälle nach Berlin reisten, bestreiten Robert Kovacs und Ze Roberto am Samstag ihre Abschiedsspiele. Als Neuzugang steht der französische Werder-Abwehrchef Valerien Ismael ante portas. In der deutschen Hauptstadt, wo extra für das Endspiel nach langen Diskussionen über dessen Qualität ein neuer Rasen verlegt wurde, hofft der Rekord-Cupsieger aus den Händen des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler zum insgesamt zwölften Mal den DFB-Pokal überreicht zu bekommen.

Beim allerersten Titel war der Trainer ein Österreicher. 1957 hatte der Wiener Willibald Hahn die Bayern in Augsburg zu einem 1:0-Finalerfolg über Fortuna Düsseldorf geführt. Als 1969 mit Gustl Starek und Peter Pumm zwei weitere Österreicher als Spieler den DFB-Pokal mit den Münchnern mit 2:1 gewannen, hieß der Endspielgegner ebenfalls Schalke 04. (APA/dpa)

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