Neue Prognose für Wiener Ozonspitzen

28. Mai 2005, 18:26
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Ozonprognosemodell soll Spitzenbelastungen vorhersagen

Wien - In Wien geht heuer ein Ozonprognosemodell in Betrieb, das Spitzenbelastungen vorhersagen soll. Dies kündigten Umweltstadträtin Ulli Sima (SP) und die Chefin der Umweltschutzabteilung, Karin Büchl-Krammerstätter, an. Das Modell, an dem seit zwei Jahren gearbeitet wird, könnte 2007 in den Regelbetrieb gehen. Das Programm wurde 2004 von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur entwickelt. Auf Basis der verfügbaren Wetterprognosen soll das Computerprogramm die erwartete Ozonbelastung für die kommenden Tage errechnen.

Fahrverbot als Problem

"Dann tun wir uns auch leichter mit kurzfristigen Maßnahmen", hofft Sima. Ein Problem für die Stadt sei die fehlende Vorhersehbarkeit. Durch das Zusammenspiel mehrerer Komponenten könne ein Fahrverbot bei akutem Alarmzustand sogar kontraproduktiv wirken. Ein Anstieg des Ozons sei dann die Folge, da andere, neutralisierende Schadstoffe mit einem Male ausfielen. Man könne Maßnahmen deshalb nicht einfach aus dem Ärmel schütteln: "Das ist ein komplexer Wirkungszusammenhang", betonte Büchl-Krammerstätter.

Generell gilt: Die Grenzwerte würden immer strenger und die Messungen immer genauer, so Büchl-Krammerstätter. Dadurch rücke das Problem mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung, obwohl es an sich "eher im Abnehmen begriffen ist". So seien in den vergangenen 14 Jahren die Spitzenwerte geringer geworden, das Jahresmittel verzeichne einen leichten Anstieg. (APA, frei, DER STANDARD Printausgabe 27.5.2005)

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