Stimmen: "Unglücklich verloren"

28. Mai 2005, 22:09
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  • Rapid - Austria

    Josef Hickersberger (Rapid-Trainer): "Das wir heuer nicht gegen die Austria gewonnen haben, schmerzt mich nicht so sehr. Das sind doch nur Statistiken. Viel mehr schmerzt mich die Verletzung von Axel Lawaree. Er schaut aus, wie wenn er gegen Mike Tyson zehn Runden geboxt hätte. Das war nicht notwendig. Wenn das keine Rote Karte ist, dann gibt es keine Rote Karte. Auch das erste Foul von Didulica (an Sebastian Martinez, Anm.) hätte der Schiedsrichter sehen müssen. Wir haben ein gutes Derby gesehen, waren bis zum Tor die bessere Mannschaft. Wir haben die besseren Chancen gehabt, aber etwas unglücklich verloren."

    Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän/Spieler der Saison): "Bis auf das, dass wir heute das Spiel verloren haben, ist das der Höhepunkt meiner Karriere. Momentan freue ich mich darüber, dass wir Meister sind und über alle möglichen Auszeichnungen für uns. Ich bin jetzt zum zweiten Mal hintereinander Spieler des Jahres, das freut mich sehr."

    Helge Payer (Rapid/Torhüter der Saison): "Natürlich ist es ein etwas bitterer Beigeschmack zur Meisterfeier, dass wir heute verloren haben. Aber wir werden heute trotzdem sicherlich ordentlich feiern."

    Ernst Dospel (Austria-Kapitän): "Es ist immer schön, ein Derby zu gewinnen. Gerade vor 45.000 Rapid-Fans. Kompliment an unsere Anhänger, es war sicher nicht einfach für sie, heute ins Stadion zu kommen. Ich habe Joey (Didulica) schon vorher beruhigen wollen. Das war nicht in Ordnung und jetzt schon das zweite Mal, das werden wir besprechen müssen. Ich wünsche dem Axel Lawaree gute Besserung. Er hat jetzt ein großes Veilchen beim Auge - darüber wird er sich nicht besonders freuen. Der Joey ist, wenn man ihn kennt, kein einfacher Typ, doch heute ist er zu weit gegangen."

    Anton Polster (Austria-Generalmanager): "Wir sind so fair, dass wir sagen: 'Rapid hat es sich verdient.' Sie waren über die gesamte Saison die konstanteste Mannschaft. Ich hoffe man respektiert meinen Vertrag bei der Austria. Ich werde bis zum letzten Blutstropfen für diesen Verein kämpfen."

    Andreas Herzog (Österreichs Rekord-Nationalspieler): "Das kann der Didulica vielleicht machen, wenn er in Australien mit den Kängurus boxt. Aber so etwas gehört nicht auf den Fußball-Platz."

    Peter Stöger (Austria-Teammanager): "Die Aktion von Didulica war völlig unnötig. So etwas darf nicht passieren. Ich muss mir erst einmal die TV-Bilder ansehen, dann wird entschieden, ob es Konsequenzen gibt. Der Sieg war für uns wichtig, die Mannschaft hat aufgezeigt."

    Joey Didulica war am Donnerstagabend zu keiner Stellungnahme bereit.

    Anmerkungen: Axel Lawaree erlitt beim brutalen Foul von Joey Didulica einen Nasenbeinbruch und wurde noch am Donnerstag operiert. Dazu hat der Belgier mit einem völlig verschwollenen rechten Auge zu kämpfen. Rapid spielte erstmals in den neuen, quer gestreiften grün-weißen adidas-Trikots.

  • Bregenz - GAK

    Roland Kornexl (Bregenz-Trainer): "Nach sechs Jahren Bundesliga abzusteigen, dass kann passieren, schließlich bewegten wir uns oft auf einem schmalen Grat. Aber die Art und Weise, das Umfeld usw., das tut absolut weh. Meine Mannschaft hat heute Charakter gezeigt, mehr war nicht zu erwarten."

    Walter Schachner (GAK-Trainer): "Wir hätten 8 oder 9:1 gewinnen können, hätten aber unsere vielen Chancen viel entschlossener nützen müssen."

  • Sturm - Pasching

    Michael Petrovic (Sturm-Trainer): "Es war ein schweres Spiel, das wir mit ein wenig Glück gewonnen haben. Ein großes Kompliment an meine Mannschaft, die Geduld bewiesen und damit Pasching besiegt hat. Hoffentlich gelingt uns im letzten Spiel gegen Mattersburg nun auch ein Auswärtssieg. Letztendlich haben wir einen besseren Platz in der Tabelle verdient als Rang acht, denn oft haben wir in dieser Saison unglücklich verloren."

    Georg Zellhofer (Pasching-Trainer): "Wenn man ohne Herz und Leidenschaft spielt, kann man nicht gewinnen. Wir haben die Tore ohne Gegenwehr bekommen, etliche Spieler waren mit dem Kopf nicht mehr bei der Sache. So kann und darf man als Profi nicht agieren. Wir waren zu weit weg vom Gegner und zu wenig aggressiv. Mit der heutigen und den letzten Leistungen haben wir eine eigentlich gute Saison schlecht ausklingen lassen."

  • Wacker - Mattersburg

    Stanislaw Tschertschessow: "Ich bin zufrieden mit dem Sieg und der Einstellung meiner Spieler. Schade, dass uns Wazinger verlässt. Ich habe mit ihm genügend Titel gewonnen, vielleicht war es ein Zeichen, dass er auf das Feld gekommen ist und wir kurz darauf das Siegestor geschossen haben."

    Franz Lederer: "Diese Niederlage haben wir uns durch Dummheit selbst zugefügt. Wenn man zwei Tore aus Standardsituationen bekommt, hat man nichts anderes verdient. Aber wir sind heute am letzten Stock gekommen."

  • Admira - Salzburg

    Dominik Thalhammer (Admira-Trainer): "Mit Fußball hatte das heute wenig zu tun. Man merkt, dass die Saison aus und die Luft draußen ist. Natürlich war das ein glücklicher Punkt, nachdem Salzburg den Sack nicht schon vorher zu gemacht hat." (APA)

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