Thailand: Antikorruptions-Behörde wegen Unterschlagung verurteilt

27. Mai 2005, 09:11
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Ohne Parlamentserlaubnis Gehälter erhöht

Bangkok - Alle neun Mitglieder der Antikorruptionsbehörde NCCC in Thailand sind am Donnerstag wegen Unterschlagung zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Sie hatten ohne die erforderliche Parlamentserlaubnis ihre Gehälter erhöht. Als Entschuldigung führten sie an, sie hätten lediglich die bei Behörden übliche Praxis fortgeführt.

Die NCCC war gegründet worden, um die in Thailand weit verbreitete Korruption zu bekämpfen. Sie ist jedoch weitgehend machtlos, nicht zuletzt, weil viele Bestechungsfälle die Vorgesetzten der Beamten betreffen. Trotz ihrer Vorstrafen dürften die NCCC-Mitglieder ihre Posten behalten, sagte einer der Verurteilten. (APA/dpa)

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