Sohn von Rockstar Bryan Ferry wegen Fuchsjagddemo verurteilt

30. Mai 2005, 22:29
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Geldstrafe für "Unruhestiftung" im Parlament

London - Otis Ferry (22), Sohn von Rockstar Bryan Ferry (Roxy Music) ist wegen einer spektakulären Demonstration gegen das Ende der Fuchsjagd von einem Londoner Gericht verurteilt worden. Richter Timothy Workman sprach Ferry und sieben andere Männer am Donnerstag der "Unruhestiftung" schuldig, weil sie am 15. September vergangenen Jahres in den Sitzungssaal des Unterhauses gestürmt waren und dort kurzfristig für Tumult gesorgt hatten. Jeder der Verurteilten muss nun eine Geldstrafe von umgerechnet 500 Euro zahlen.

Die Eindringlinge und überzeugten Anhänger der jahrhundertealten britischen Jagdtradition hatten sich damals als Handwerker verkleidet und den Polizeibeamten vor dem Eingang zum Parlamentsgebäude gesagt, sie müssten wegen Renovierungsarbeiten hinein. Der Streich gelang, und fünf der Fuchsjagdaktivisten hatten die Parlamentsdebatte über das Verbot des blutigen Sports kurzfristig unterbrochen.

Den Plan hatte sich nach den Angaben Ferry ausgedacht. Zu den Mittätern gehörte unter anderem der Profi-Polospieler Luke Tomlinson (28), ein Freund der britischen Prinzen William und Harry. Die königliche Familie gehörte bis zuletzt auch zu den Freunden der Fuchsjagd. Doch alle Protestaktionen nutzten nichts, denn die Hetzjagd auf Füchse ist seit Februar auf der britischen Insel verboten.( APA/dpa)

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