Moskau: 900.000 Hühner bei Stromausfall verendet

28. Mai 2005, 00:01
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Moskwa durch Fäkalien verunreinigt

Moskau - Bei dem Stromausfall, der Moskau am Mittwoch stundenlang lahm gelegt hatte, sind rund 900.000 Hühner verendet. Durch einen Temperaturabfall in einem Brutapparat am südlichen Stadtrand der russischen Hauptstadt seien 700.000 Küken gestorben, teilten örtliche Behörden am Donnerstag mit. Weitere 200.000 Hühner seien durch einen Temperaturanstieg in einem Zuchtbetrieb in der Gegend von Tula rund 300 Kilometer südlich von Moskau erstickt.

Das Fernsehen zeigte Bilder, wie Soldaten mit Bulldozern bergeweise tote Tiere abtransportierten. Der Betrieb wollte vom Stromversorger SEU, in dessen Kraftwerk es zu der Panne gekommen war, Schadenersatz fordern.

Die Moskwa, die durch Moskau fließt, wurde zudem durch mindestens acht Tonnen Fäkalien verschmutzt. Sie waren aus vier Kläranlagen in den Fluss geleitet worden, die mehrere Stunden lang durch den Stromausfall lahm gelegt waren. Die Panne war durch eine Explosion und ein anschließendes Feuer in einem Kraftwerk ausgelöst worden. (APA/AFP)

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