Vater erstickte bei Aachen seine zwei Kinder

27. Mai 2005, 09:11
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Soldat in Mecklenburg-Vorpommern soll Frau und kleine Tochter getötet haben

Aachen/Stralsund - In Deutschland ist es zu zwei Familientragödien gekommen: Ein 34-jähriger Familienvater hat in Alsdorf bei Aachen seine zwei kleinen Kinder getötet und sich danach der Polizei gestellt. Hintergrund des Verbrechens sind nach Angaben der Polizei länger andauernde Streitigkeiten mit seiner getrennt lebenden Frau. Gegen den 34-Jährigen erließ das Amtsgericht Aachen am Donnerstag Haftbefehl wegen zweifachen Mordes. In Mecklenburg-Vorpommern wurde ein 27-Jähriger festgenommen, nachdem seine Ehefrau und vierjährige Tochter getötet worden waren.

Im nordrhein-westfälischen Alsdorf erschien der 34-jährige Arbeiter am Mittwochabend auf der Polizeiwache und sagte nach Angaben von Staatsanwalt Alexander Geimer: "Ich habe eben meine Kinder umgebracht." In seiner Wohnung fanden Polizisten den eineinhalb Jahre alten Sohn tot vor. Ein Notarzt-Team unternahm an der fünf Jahre alten Tochter Wiederbelebungsversuche, aber sie starb noch in der Wohnung.

Die Kinder hatten bei der 31 Jahre alten Mutter gelebt. Über die genaue Sorgerechtsregelung war zunächst nichts bekannt, wie Geimer sagte. Der 34-Jährige habe mit der Mutter der Kinder immer wieder über sein Besuchsrecht gestritten. Er habe es offenbar nicht ertragen, dass er sie nun wieder an sie abgeben müsste, erklärte der Staatsanwalt.

Frau und kleine Tochter getötet

Die andere tödliche Familientragödie passierte in Dargezin bei Gützkow im Landkreis Ostvorpommern. Ein 27-Jähriger wurde am Donnerstag festgenommen, nachdem am Mittwoch seine getrennt von ihm lebende 22-jährige Ehefrau und ihre vier Jahre alte Tochter getötet aufgefunden worden waren. Oberstaatsanwalt Ralf Lechte teilte in Stralsund mit, dass die genaue Todesursache durch eine Obduktion erklärt werden soll.

Hinweise von Nachbarn hatten den Angaben zufolge auf die Spur des als Soldat in Eutin stationierten Vaters geführt. Sein Auto war zur möglichen Tatzeit vor dem Haus in Dargezin gesehen worden. Die Hintergründe der Tat blieben zunächst unklar. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurden zunächst keine näheren Angaben zur Tatausübung gemacht. (APA/AP)

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