Wien: Misshandeltes Baby nach Deutschland überstellt

27. Mai 2005, 09:43
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Bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen - Spezialklinik soll vor bleibenden Schäden retten

Wien - Das drei Monate alte Baby Iris, das seit 25. April nach schweren Misshandlungen vermutlich durch den eigenen Vater auf der Kinder-Intensivstation im Wiener AKH lag, ist am Mittwochvormittag in eine Rehabilitationsklinik nach Deutschland überstellt worden. Das gab der Vorstand der Kinderklinik am Wiener AKH, Univ.-Prof. Dr. Arnold Pollak bekannt. Das Kind befindet sich zwar nicht mehr in Lebensgefahr, eine Prognose über mögliche Schäden bleiben allerdings weiterhin offen, erklärte Pollak.

Weiterhin Krämpfe

Besorgnis erregend seien die Krämpfe, unter denen das Kind wegen der Gehirnblutungen leide. Man hoffe nun, dass diese Blutungen in der Rehabilitation bald gestoppt werden können.

Geschlagen bis zur Bewusstlosigkeit

Das Baby wurde am 25. April ins AKH eingeliefert. Offensichtlich ist das Kind so lange geschlagen worden, bis es bewusstlos war. Der 20-jährige Vater hat sich auf Anraten der Ärzte selbst angezeigt. Über ihn wurde U- Haft verhängt, gegen die 25-jährige Mutter, die von den schweren Züchtigungen gewusst haben soll, wurde Anzeige erstattet.

Spezialklinik

Wo genau das Mädchen nun behandelt wird, will Vorstand der Kinderklinik nicht verraten. Das Baby wurde per Hubschrauber und in Begleitung eines eigens für derartige Transporte geschulten Arztes überstellt und soll nun mehrere Wochen in der Reha verbringen. Pollak: "Dafür muss das Mädchen nicht auf einer Intensivstation liegen, jetzt ist neurologische Rehabilitation nötig." (APA)

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