Fluglärm am Flughafen Wien: Verbesserungen umgesetzt

27. Mai 2005, 08:28
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Lösungsprozess stellt einen in Europa einmaligen Versuch dar

Wien - "So gut wie alle Maßnahmen zur Verringerung der Belastung durch Fluglärm am Flughafen Wien haben die angestrebte Wirkung gezeigt". Zu diesem Schluss ist das Mediationsforum am Mittwoch bei der Präsentation des Evaluierungsberichtes gekommen. Sämtliche im Mai 2003 vereinbarten Verbesserungen wurden "erfolgreich umgesetzt", hieß es im Rahmen einer Pressekonferenz.

Die Ziele der seit 1. April 2004 umgesetzten Maßnahmen waren einerseits die Verringerung der Anzahl der Bewohner, die vom Fluglärm betroffen sind und andererseits die Entlastung jener Bevölkerungsgruppen, die bereits stark durch Fluglärm betroffen waren, wobei auf die Fluglärmbelastung in der Nacht besonderes Augenmerk gelegt wurde. "Der auf breitester Basis angelegte Evaluierungsprozess stellt einen in Europa einmaligen Versuch dar, in einem kontinuierlichen Prozess Lösungen zum Thema Fluglärm zu finden", betonte Thomas Prader, Sprecher des Mediationsforums.

Im Nahbereich des Flughafens wurde die prognostizierte Entlastung erreicht: So ist es gelungen, die Zahl der Menschen, die innerhalb einer Zone mit einem Dauerschallpegel von 57 bis 60 Dezibel leben, um rund ein Drittel zu verringern. Der Erfüllungsgrad bei der Einhaltung der vereinbarten Korridore betrug 96,2 Prozent, bei der Nachtflugregelung 99,9 Prozent bei Anflügen und 99,8 Prozent bei Abflügen.

Sehr zufrieden mit dem Ergebnis des Evaluierungsberichtes zeigte sich Heinz Sommerbauer, Generalsekretär der Austro Control: "Der Dank gebührt in erster Linie unseren Fluglotsen, die ein Höchstmaß an Verlässlichkeit und Professionalität gezeigt haben und die getroffenen Mediationsvereinbarungen praktisch lückenlos umgesetzt haben."

Sommerbauer sieht dieses Ergebnis auch als Auftrag für die Zukunft, "weiterhin gemeinsam mit der vom Fluglärm betroffenen Bevölkerung intensiv nach Lösungen zu suchen und die dann getroffenen Vereinbarungen verlässlich umzusetzen". Der vollständige Evaluierungsbericht ist im Internet unter vie-umwelt.at abrufbar.(APA)

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