L(i)eben in Israel

30. Mai 2005, 10:25
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"Al ha'kav" dreht sich um eine israelische Busfahrerin und die Liebe zu einer Nigerianerin

Die Busfahrerin Nurit lebt im Norden Israels und versorgt ihre Familie, ihren Mann und ihre zwei Kinder. Für diese aber hat sie kaum noch Zeit - sie will weg. Nurit beschließt, mit ihren Kindern in die Großstadt Tel Aviv zu übersiedeln. Eine neue Arbeit als Busfahrerin hat sie schnell gefunden, als alleinerziehende Mutter ist es aber nicht einfach. Sie folgt dem Rat eines Kollegen und sucht sich eine Kinderbetreuerin, die dafür bei ihr wohnen darf. Mushidi, eine illegal in Israel lebende Nigerianerin, passt gut in die Familie und zwischen ihr und Nurit beginnt eine ungewöhnliche Liebesgeschichte ...

"Al ha'kav" ("Round Trip", Israel 2003, Original mit englischen Untertiteln) dreht sich um die Liebe zwischen zwei Frauen, eingebettet in den israelischen Alltag ... Leben, Überleben, soziale Chancen, Migration ... nüchtern überzeugende Schauspielerinnen, klare Bilder, Kinderzeichnungen als Gefühlsausdruck. Der sehr beeindruckende Spielfilm wurde mit folgenden Preisen ausgezeichnet: "Best Feature" (Turin Gay and Lesbian Film Festival 2004) und "Honorable Mention: Best Foreign Narrative Film" (New York LGBT Film Festival 2004). "Al ha'kav" ist eine Einladung zum Mit(er)leben, ein soziales Abbild, sehr einprägsam, nachhaltig und sehr zu empfehlen! (dy)

Vorführungen

Freitag, 3. Juni, 20 Uhr, Filmcasino

Sonntag, 5. Juni, 21.30 Uhr, Schikaneder
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    foto: identities
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