US-Todeskandidat durfte seine Leber vor Hinrichtung nicht spenden

28. Mai 2005, 00:01
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Gouverneur lehnte es ab, die Hinrichtung wegen der Organspende zu verschieben - Ärzte rieten vor Spende ab

Michigan City - Im US-Bundesstaat Indiana ist am Mittwoch ein verurteilter Mann hingerichtet worden, der seiner kranken Schwester vorher noch seine Leber spenden wollte. Gouverneur Mitch Daniels lehnte es ab, die Hinrichtung wegen der geplanten Organspende zu verschieben. Auch der Begnadigungsausschuss hatte sich zuvor gegen einen Aufschub ausgesprochen.

Ärzte rieten abP> Auch Ärzte hätten von der Organspende abgeraten, erklärte Gouverneur Daniels. Hepatitis-B-Antikörper und Johnsons hohes Körpergewicht sprachen gegen eine Transplantation seiner Leber. Johnsons 48-jährige Schwester benötigt auch eine neue Niere. Beide Organe sollten vom gleichen Spender stammen.

Die Familie von Johnsons Mordopfer erklärte nach der Hinrichtung, sie hoffe, der Verurteilte werde als kaltblütiger Killer in Erinnerung behalten, nicht als jemand, der versucht habe, seine Schwester zu retten. Der 40-jährige Gregory Scott Johnson war wegen der Ermordung einer 82 Jahre alten Frau verurteilt worden.

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