Gewerkschaft kritisiert Sozialjahr

15. November 2005, 09:24
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GPA und co. befürchten Lohndumping

Wien - Heftige Kritik der Gewerkschaft setzt es für die von der Regierung geplante Reform des Zivildienstes. Durch das für Frauen und Ausländer angebotene freiwillige Sozialjahr befürchten GPA-Chef Wolfgang Katzian und der Vorsitzende der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD), Rudolf Kaske, Sozialdumping.

Die beiden Gewerkschaften, die für Beschäftigte im Pflegebereich zuständig sind, sehen keinen nachhaltigen Beitrag zur Lösung der Herausforderungen der Pflege in einer älter werdenden Gesellschaft und befürchten ein weiteres Unterlaufen kollektivvertraglicher Normen und möglicherweise einen Qualitätsverlust in der Pflege.

Für jene Betriebe, die Pflegeleistungen anböten, schaffe diese neue gesetzliche Regelung einen zusätzlichen Druck, bestehende arbeitsrechtliche Normen zu unterlaufen und stattdessen Billigarbeitskräfte einzusetzen, heißt es in der gemeinsamen Aussendung: "Da es sich bei diesen Freiwilligen um engagierte, aber nicht ausreichend ausgebildete Arbeitskräfte handelt, ist auch mit einem Qualitätsverlust im gesamten Pflegebereich zu rechnen." (APA)

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