Inntalautobahn bleibt bis 24.00 Uhr gesperrt

27. Mai 2005, 23:59
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Blockaden der Transitgegner bei Gluthitze auf der A10 und in Heiligenkreuz - erhöhtes Stauaufkommen am Abend - mit Grafik

Innsbruck/Salzburg/Wien - Die Inntalautobahn bleibt noch bis 24.00 Uhr gesperrt. Die Transitblockade auf der Inntalautobahn A12 hat Freitagabend zu einem erhöhten Stauaufkommen geführt. Die Blockaden von Transitgegnern im Burgenland, Salzburg und Tirol sind am Freitag ohne Probleme verlaufen. Bei Temperaturen um die 30 Grad protestierten an die 3000 Transitgegner bei Vomp in Tirol gegen den weiter zunehmenden Schwerverkehr.

Auch die Tauernautobahn (A10) in Salzburg wurde für zwei Stunden unpassierbar gemacht. In Heiligenkreuz an der burgenländisch-ungarischen Grenze demonstrierten über 200 Menschen gegen den Bau der dort geplanten Schnellstraße S 7.

Sektorale FahrverboteP>

Transitforum-Chef Fritz Gurgiser hofft auf ein für Juli erwartetes Urteil des EuGH über sektorale Fahrverbote. Bei der Veranstaltung in Tirol mobilisierte auch der bekannte Starchirurg Raimund Margreiter gegen den Transit.

Temperaturen jenseits der 30 Grad

Die wichtige Nord-Süd-Strecke boten ein ungewöhnliches Bild: Bierbänke auf den Fahrbahnen, Zelte, viele Radfahrer, spielende Kinder und sogar ein "Landsegler" auf drei Rädern waren unterwegs. Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad haben sich mehrere hundert Antitransitgegner auf der Inntalautobahn versammelt. Die Temperaturen machten das Ausharren auf der Autobahn fast unmöglich. Im Visier der Transitgegner stehen auch Transporte wie Äpfel aus China oder "Mineralwasser, das kreuz und quer in den Alpen hin und her gekarrt wird".

Tirol: A12 bis 24:00 Uhr gesperrt

Die Staus im Zuge der Transitblockade auf der Tiroler Inntalautobahn A12 bei Vomp haben sich am Freitagnachmittag in Grenzen gehalten. Die "Bürgerversammlung" des Transitforums Austria/Tirol soll bis 24.00 Uhr dauern .

Der Der Pkw-Verkehr wird über die Tiroler Bundesstraße zwischen Schwaz und Vomp umgeleitet. Lkw müssen am Pannenstreifen der Autobahn die Dauer der Sperre abwarten. Busse sind von dem Verbot ausgenommen.

Gesundheitliche Auswirkungen des Schwerverkehrs

Bei der diesjährigen Kundgebung standen vor allem die möglichen gesundheitliche Auswirkungen des Schwerverkehrs im Vordergrund. Nach deutlichen Transitsteigerungen im vergangenen Jahr am Brenner um 22 Prozent soll es in den ersten vier Monaten dieses Jahres auf dieser Strecke nach Angaben von Verkehrsminister Hubert Gorbach (V) neuerlich zu Zunahmen gekommen sein.

Unter Hinweis auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verwiesen die Transitgegner auf 2.400 vorzeitige Todesfälle pro Jahr wegen Verkehrs-Abgas in Österreich, insgesamt 288.000 in der EU. Gorbach und Tirols Landeshauptmann Herwig van Staa (V) hatten bereits vor der Veranstaltung Verständnis gezeigt, selbst aber nicht teilgenommen. Gorbach kündigte an, dass er das Brennerbasistunnelprojekt so weit voran treiben wolle, dass es auch auch nach seinem Abgang realisiert werden könne.(APA)

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    Temperaturen um 30 Grad bei der Bürgerversammlung auf der Inntalautobahn

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    Blockade auf der Inntalautobahn A12

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