Kritik an Beraterjob von BZÖ-Zierler

25. Mai 2005, 09:48
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SPÖ bringt Anfrage im Bundesrat ein: "300 Euro pro Stunde auf Kosten der Steuerzahler" - BZÖ-Politikerin und Kommunikationsberaterin weist Vorwürfe zurück

Graz - Die steirischen Sozialdemokraten üben laut ORF massive Kritik an einem Sondervertrag des Sozialministeriums für Theresia Zierler (BZÖ). Zierler soll für zehn Stunden Arbeit pro Monat 3.000 Euro kassiert haben. Die SPÖ habe deshalb im Bundesrat eine Anfrage an Sozialministerin Ursula Haubner (BZÖ) eingebracht.

Der steirische SPÖ-Klubobmann Walter Kröpfl dazu: "Wenn das stimmt, was im Bundesrat jetzt diskutiert wird, dann ist das für mich ungeheuerlich. Ich glaub', das dürfte eine interne BZÖ-Geschichte sein, wo vielleicht Leute vom BZÖ trainiert werden sollen, damit sie sich in der Öffentlichkeit besser verkaufen können. Auf Kosten der Steuerzahler hier 300 Euro pro Stunde zu cashen, das ist unglaublich". Zierler weist die Vorwürfe zurück und gibt an, sie arbeite nicht zehn Stunden pro Monat, sondern zehn Stunden pro Woche als Kommunikationsberaterin für das Sozialministerium. Das ergäbe einen Stundenlohn von 75 Euro. Die BZÖ-Politikerin: "Das ist absolut nicht zu viel Geld für zu wenig Leistung, sondern wenn man sich meine Honorare anschaut, die ich in der Privatwirtschaft habe, dann ist das ein absolutes Sonderhonorar für das Sozialministerium. Ich bin keine Berufspolitikerin, und ich steige im Herbst auch aus der Politik aus und muss ja dann auch irgendwie weiterarbeiten - unter anderem auch für das Sozialministerium."

Laut Zierler habe ihre Tätigkeit für das Sozialministerium auch nichts mit dem BZÖ zu tun: "Das ist absolut lachhaft. Ich bin im Brotberuf Medien- und Kommunikationstrainerin, und diesen Beruf übe ich aus. Ich gehöre nicht zu den Politikern, die von der Politik abhängig sind, und ich glaube, das ist sehr legitim." (red)

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