Lok-Schaden rettete Lkw-Fahrer das Leben

25. Mai 2005, 12:04
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Golling: Lkw zwischen Bahnschranken eingesperrt - Lok fuhr wegen Schadens nur mit Tempo 20 und konnte anhalten

Salzburg - Nur der Defekt einer Lokomotive des Intercity 791 verhinderte am Dienstagvormittag ein Zugunglück und rettete einem jungen Kraftfahrer das Leben, der mit seinem Lkw in Golling im Salzburger Tennengau zwischen den Schranken eingeschlossen worden war. Da der Lokführer die Zugmaschine bereits ausrollen ließ, konnte er den Zug vor dem eingesperrten Schwerfahrzeug problemlos anhalten, teilte die Gendarmerie mit.

Der 22-jährige Kroate war mit seinem Lkw trotz Rotlichts noch in den Bahnübergang eingefahren und wurde zwischen den beiden Schranken eingeschlossen. Der Mann wendete daraufhin sein Fahrzeug im rechten Winkel und stellte es zwischen den beiden Gleisen ab - offenbar in der Hoffnung, dass er so vom herankommenden Zug nicht erfasst wird. Auf Grund der Breite des Lkw wäre es allerdings zum Zusammenstoß gekommen. Außerdem blieb der Kroate aus unerklärlichen Gründen sogar im Führerhaus sitzen.

Wegen eines Schadens hatte aber der Lokführer den Zug bereits Richtung Bahnhof Golling ausrollen lassen, so dass er sich dem Bahnübergang nur mehr mit etwa 20 Stundenkilometern näherte - normalerweise passiert er diesen mit Tempo 90. Nur wegen dieser geringen Geschwindigkeit gelang es dem ÖBB-Bediensteten problemlos, den Intercity vor dem Lkw anzuhalten. Laut Gendarmerie handelte es sich nicht um einen Selbstmordversuch des 22-Jährigen. (APA)

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