"Coole" Reaktion nach Eishockey-Blamage in der Wiener Stadthalle

27. Mai 2005, 16:43
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Häupl: Großevents nur noch mit der Stadt

Wien - Die peinlichen Eispannen bei der jüngsten Eishockey-WM in der Wiener Stadthalle wurden Dienstag im Gemeinderat noch einmal aufgewärmt. Die Opposition sah den Ruf als Sportstadt in Gefahr und forderte teils personelle Konsequenzen im Stadthallen-Management. Bürgermeister Michael Häupl (SP): Nach dieser Erfahrung, bei der man nur die Halle zur Verfügung gestellt habe, könnten derartige Großereignisse "ohne die Stadt Wien nicht mehr stattfinden".

Auf Baustellen hingewiesen

Auch wenn es in den ersten Tagen mehr Lacken als Eis gegeben habe, wolle er grundsätzlich "so cool als möglich" die Negativpunkte betrachten. Die Stadt sei aber nicht in die Organisation eingebunden gewesen. Erst als die angeheuerten Profis das Eis nicht zustande brachten, "da hat man uns plötzlich gebraucht". Dass es Baustellen im Bereich der Halle geben werde, darauf habe man bereits bei der Bewerbung hingewiesen. Die FPÖ forderte erneut den Rücktritt des Stadthallen-Aufsichtsrats Ferdinand Podkowicz.

Eine Konsequenz aus der WM sei die bereits angekündigte neue Mehrzweckhalle für die Bundeshauptstadt, meinte Häupl. Für ihn sei dabei die verkehrsgünstige Lage wesentlich, der genaue Standort sei allerdings noch Gegenstand von Prüfungen. "Dass Rothneusiedl ins Gespräch gekommen ist, war nicht mein Anliegen - das war das Anliegen von Magna", die dort ein Fußballstadion bauen wollen.

Jüngster Vorschlag von Günter Kenesei (VP): Mehrzweckhalle und Austria-Stadion könnten im Stadtentwicklungsgebiet neben dem neuen Zentralbahnhof errichtet werden. (APA, frei, DER STANDARD Printausgabe, 25./26.05.2005)

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