Alleine die Urabstimmung über die Auflösung der PDS würde vier Wochen in Anspruch nehmen. In der kurzen Zeit vor der Wahl (wahrscheinlich am 18. September) will man sich voll auf den Wahlkampf konzentrieren.
Die PDS zögert
Doch das Zaudern der Postkommunisten hat auch andere Gründe. "Wir müssen sicher sein, worauf wir uns einlassen", sagt Parteichef Lothar Bisky. Nach der Wahl könne man die Option einer gemeinsamen Partei gerne in Ruhe prüfen, vorher werde sich die PDS aber nicht auflösen.
Dennoch wollen sich PDS-Politiker und WASG-Vertreter am Montag treffen und andere Möglichkeiten ausloten, wie ein linkes Bündnis bei der vorgezogenen Wahl antreten könne. Eine Möglichkeit wäre, dass sich nur eine Partei der Wahl stellt und die Kandidaten der anderen Partei auf ihrer Liste aufnimmt. So wollen auch die rechtsextreme NPD und DVU vorgehen.
Die SPD-Linken der Bundestagsfraktion wollen sich einem Abgang Lafontaines nicht anschließen, sondern stehen treu hinter Schröder und seinem Reformkurs. Auch Lafontaines Vertrauter Ottmar Schreiner bleibt auf Linie, versucht aber nun einen Mindestlohn und eine höhere Erbschaftsteuer ins Wahlprogramm zu reklamieren.
Schwer wiegende Probleme haben die Grünen: "Joschka ist einfach um 20 Kilo zu fett. Mit dem Ranzen kann er keinen Wahlkampf machen", klagen Freunde in der Süddeutschen Zeitung über den Außenminister. Während sie sich nach der Vorstandssitzung am Montag mit Schnitzel stärkten, gab es für ihn nur Salat. (DER STANDARD, Printausgabe, 27.5.2005)
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Nicht die PDS sollte sich auflösen, sondern die Wessis endlich akzeptieren, dass die PDS eine überaus erfolgreiche Partei dank konsequenter linker Politik ist - also Eintritt in die Westdeutschen Sektionen der PDS und mitmachen! Damit beim Aufbau West endlich mehr weitergeht und die beschämenden Wahlresultate dort (1% auf dem flachen Land, 2-3% in den Großstädten) endlich auf Ostniveau steigen! EUROPA BRAUCHT EINE STARKE DEUTSCHE LINKE jenseits der Bourgeoiseparteien SPD und Grüne!
Ihr Posting verklärt die Realitäten. Viele der jetzt in der WASG waren vorher, mit mäßigem Erfolg in der PDS aktiv. Viele sind aber nicht mit dem Strukturkonservativismus der überwiegend ostdeutsch geprägten PDS zurechtgekommen. Zudem ist die PDS im Westen für viele als Nachfolgepartei der SED nicht wählbar. Es kann daher als Ausweg nur eine Neugründung geben, der berühmte Schnitt den die SED, bzw. SED-PDS und dann PDS 1990, auch aus guten Gründen, nicht gehen wollte.
Weiterhin bestehen bei weiten Teilen Bedenken, wegen der in manchen Zügen ebenfalls neoliberalen Regierungspolitik der PDS in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.
Wenn am 18. September die Wahl ist, dann beginnt wann der Wahlkampf? Eine Woche vor dem Wahltermin sind in Deutschland die Ferien zu Ende! Apropos hinausgeworfenes Geld: Sie verwechseln wohl einen Wahlkampf mit dem Verkaufen von Bretzen o.ä. Zu sicher Ihrem Leidwesen: wenn diesen Sonntag die Wahl wäre, hättet die Union 52 %. Das wird sich noch ändern, doch die Deutschen räumen den Roten noch zu 22 % Chancen ein.
noch steht der wahltermin nicht fest
und einen intensiv-wahlkampf zu führen wenn nicht alle da sind um auch die botschaft zu hören halte ich für rausgeschmissenes geld - oder halten sie es für sinnvoll dass eine partei werbung macht und nur wenige bekommen das mit?
was nützt es wenn ich veranstaltungen mache und keiner kommt? was nützen plakate und kaum einer liest sie?
daher rechne ich mit einem anderen datum, auch wenn es derzeit nicht so aussieht
mfg
smoky
hochachtung? oder flucht nach vorn?
der verlust von nrw auf ö umgelegt wäre in etwa wenn die spö in wien während einer rot/grünen bundesregierung auf dem 2. platz landet ... was dann innerhalb der spö passiert kann ich mir nur schwer vorstellen, aber richtungskämpfe wären sicher eine starke untertreibung ... ;)
mfg
smoky
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