Messerattacke im Gemeindeamt: Einweisung in Anstalt verfügt

25. Mai 2005, 10:48
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47-Jährige während der Tat unzurechnungsfähig

Wiener Neustadt - Mit einem Messer hatte eine 47-jährige Frau am 19. November 2004 das Gemeindeamt in Wöllersdorf-Steinabrückl (Bezirk Wiener Neustadt) betreten und damit eine Bedienstete bedroht. Die 47-Jährige soll während der Tat nicht zurechnungsfähig gewesen sein. Einem Antrag auf Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher wurde heute, Dienstag, am Landesgericht Wiener Neustadt stattgegeben.

Nach Angaben eines Sprechers des Landesgerichts hat ein Sachverständiger eine so genannte Gefährlichkeitsprognose erstellt. Aus dieser ging hervor, dass die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholungstat eindeutig gegeben ist. Deshalb wurde auch keine Haftstrafe verfügt, sondern die Einweisung in eine Anstalt auf unbestimmte Zeit. Der psychische Zustand der Frau wird jährlich geprüft.

Die 47-Jährige hatte den Beamten bei der Einvernahme mitgeteilt, sie habe auch Bürgermeister Hubert Schneider "umbringen" wollen. Kurz nach der Messerattacke im Gemeindeamt wurde die Verdächtige festgenommen. Der Tat sollen Nachbarschaftsstreitigkeiten vorausgegangen sein.

Der Anwalt der Beschuldigten hat auf Rechtsmittel verzichtet, der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab. Das Urteil ist somit nicht rechtskräftig. (APA)

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