Libeskind: "Wir brauchen keinen vorgetäuschten Friedhof"

24. Mai 2005, 12:48
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Star-Architekt und Erbauer des Berliner Jüdischen Museums: "Wir brauchen etwas, das heutige Generation mit der Vergangenheit verbindet"

Potsdam - Star-Architekt Daniel Libeskind hat das Holocaust-Mahnmal in Berlin scharf kritisiert. "Wir brauchen keinen vorgetäuschten Friedhof in der Mitte von Berlin", sagte Libeskind der neuen Ausgabe des Magazins "Cicero" und fügte hinzu: "Wir brauchen etwas, das die heutige Generation von Berlinern mit der Vergangenheit verbindet."

Die Erinnerung an den Holocaust sei besonders wichtig für Berlin und für Deutschland. Beim Holocaust-Mahnmal gefalle ihm aber "in Bezug auf die Ästhetik und die ganze Richtung" einiges nicht, sagte der Erbauer des Berliner Jüdischen Museums. Daher habe er seine "eigene Meinung über die Grenzen dieses speziellen Denkmals". (APA)

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    "Wir brauchen etwas, das die heutige Generation von Berlinern mit der Vergangenheit verbindet", fordert Daniel Libeskind mit Blick auf das jüngst eröffnete Holocaus-Mahnmal.

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