Prozess gegen mutmaßlichen Sex-Attentäter in Linz

24. Mai 2005, 21:32
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Radfahrerin angefahren, entführt und missbraucht

Ein mutmaßlicher Sex-Attentäter musste sich am Dienstag in einem Geschworenenprozess im Linzer Landesgericht verantworten. Dem 34-jährigen Oberösterreicher wirft die Anklage vor, Anfang August des Vorjahres eine 36-jährige Radfahrerin angefahren, entführt und missbraucht zu haben. Die Frau wurde dabei seelisch und körperlich schwer verletzt. Das Urteil wurde für den späten Dienstagnachmittag erwartet.

Das Opfer war in der Früh zu einer Radtour aufgebrochen. Doch bereits nach wenigen Minuten wurde sie von einem Fahrzeuglenker gerammt. Der mutmaßliche Täter wies vor Gericht erneut den Vorwurf zurück, er habe sie absichtlich niedergefahren. Vielmehr habe er sie aus Unachtsamkeit niedergestoßen und aus Angst um seinen Führerschein nicht die Rettung verständigt.

Bewusstlose in Auto gelegt

Er legte laut Staatsanwaltschaft die Bewusstlose in sein Auto und fuhr mit ihr in einen nahe gelegenen Wald, wo er versucht haben soll, die Frau zu vergewaltigen. Als sie zu Bewusstsein gekommen sei, habe er sie gefesselt. Dann sei er den ganzen Tag im Bezirk Rohrbach umhergefahren. Er ließ sie erst am Abend frei. Wenig später wurde er festgenommen.

Die Sicherheitsbehörden hatten eine groß angelegte Suchaktion gestartet, weil die Radfahrerin nicht rechtzeitig heimkehrte. Die Frau stand während ihrer beinahe elfstündigen Gefangenschaft Todesangst aus - sie musste fürchten, dass sie der Täter zum Schweigen bringt. Außerdem trug sie Verletzungen am gesamten Körper davon. (APA)

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