Vorzeitige Ejakulation: Neues Medikament soll Abhilfe schaffen

31. Mai 2005, 14:43
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Erste Tests vielversprechend - Bis zu 34 Prozent der Männer vom wenig diskutierten Problem betroffen

Washington - Viagra hat Sex für Männer mit Erektionsproblemen möglich gemacht, ein neues Mittel soll das Vergnügen nun verlängern. Mit Dapoxetine könne der frühzeitige Samenerguss beim Mann verhindert werden, erklärten am Montag Mediziner auf dem Jahrestreffen der US-Urologievereinigung. Ein erster Test mit Paaren, in denen Männer über chronisch verfrühte Ejakulationen geklagt hatten, sei erfolgreich verlaufen.

Nach zwölf Wochen habe sich die Anzahl der Paare verdoppelt, die ihr Sexualleben als gut oder sehr gut bezeichneten. Auch hätten sie drei bis vier Mal so lange miteinander geschlafen als zuvor. Einige Patienten hätten aber über Kopfschmerzen und Übelkeit geklagt.

Bis zu 34 Prozent betroffen

Frühzeitigen Samenerguss diagnostizieren Mediziner, wenn Männer nach zwei Minuten oder noch weniger zum Orgasmus kommen. Das Phänomen ist weit verbreitet, im Gegensatz zur Impotenz aber viel weniger öffentlich diskutiert.

Nach Angaben des US-Urologieverbandes sind zwischen 27 und 34 Prozent aller Männer davon betroffen, von Potenzstörungen, die mit Viagra behandelt werden können, hingegen nur rund zehn Prozent. Für das Sexualleben vieler Paare seien chronisch verfrühte Orgasmen verheerend, sagte der Leiter der Untersuchung, Jon Pryor. Im Handel ist das Medikament des Herstellers Ortho-McNeil Pharmaceutical noch nicht. Die US-Gesundheitsbehörde prüft derzeit die Zulassung. (APA)

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