China "äußerst unzufrieden" über Koizumi

24. Mai 2005, 14:18
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Neue Verärgerung wegen Verteidigung des Yasukuni-Besuchs durch Japans Premier

Peking - China hat sich "äußerst unzufrieden" über Japans Regierungschef Junichiro Koizumi geäußert, der erneut seine Besuche im umstrittenen Yasukuni-Schrein verteidigt hatte, wo auch Kriegsverbrecher geehrt werden.

Der Sprecher des Außenministeriums in Peking, Kong Quan, machte am Dienstag deutlich, dass die Absage eines Treffens der Vize-Ministerpräsidentin Wu Yi mit Koizumi und ihr Besuchsabbruch am Vortag in Tokio mit der Verärgerung zusammenhängt. Das Vorgehen war in Japan als Brüskierung empfunden worden.

Die chinesische Regierung habe mit dem Besuch der Spitzenpolitikerin den Willen demonstrieren wollen, die bilateralen Beziehungen zu verbessern und zu entwickeln, sagte der Sprecher. "Zu unserem Bedauern haben japanische Führer während des Besuchs von Wu Yi in Japan wiederholt Äußerungen über Besuche im Yasukuni-Schrein gemacht, die den Bemühungen zur Verbesserung der chinesisch- japanischen Beziehungen zuwiderlaufen. China ist äußerst unzufrieden darüber."

Die Pilgergänge seien "eines der schwierigsten Probleme" in den Beziehungen, weil es die Haltung der japanischen Regierung gegenüber dem Aggressionskrieg gegen andere asiatische Nationen widerspiegele, schrieb die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua (Neues China). Doch habe Koizumi angedeutet, dass er das Shinto-Heiligtum dieses Jahr wieder besuchen wolle. Die Staatsagentur zitierte ihn mit den Worten: "Ich verstehe nicht, warum ich aufhören soll, den Yasukuni-Schrein zu besuchen." (APA/dpa)

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