Kohl rechnet mit CDU-Sieg und besseren Beziehungen zu USA

27. Mai 2005, 14:31
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Altkanzler wirft in Chicago rot-grüner Regierung "Torheit" in Sachen Irak-Krieg vor

Chicago - Der deutsche Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) rechnet bei Neuwahlen im Herbst mit einem CDU-Sieg und einer dann folgenden Verbesserung der transatlantischen Beziehungen. "Ich bin eigentlich optimistisch (über den Wahlausgang) und guter Dinge, dass die deutsch-amerikanischen Beziehungen wieder glänzend werden", sagte Kohl am Montagabend in Chicago.

Kohl nahm dort eine Ehrung des Forschungsinstituts "Chicago Council on Foreign Relations" entgegen. Mit dem Preis zeichnet das Institut nach eigenen Angaben herausragende Führungspersönlichkeiten aus, die zu Frieden und Wohlstand in der Welt beigetragen haben.

Kohl warf der rot-grünen Regierung Torheit vor. "Den Vorwurf, den ich meiner eigenen Regierung mache ist, dass sie aus Torheit ein Stück Kapital der transatlantischen Beziehungen aus Wahlkampfgründen aufs Spiel gesetzt hat", sagte Kohl mit Blick auf die Opposition von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zum Irak-Krieg vor den letzten Bundestagswahlen.

Er versicherte dem überwiegend amerikanischen Publikum in einer langen Rede gespickt mit zahlreichen Erinnerungen aus seiner Amtszeit mehrfach die Freundschaft und Dankbarkeit der Deutschen. "Was auch immer Sie in den Zeitungen lesen - Millionen Deutsche haben nicht vergessen, was die Amerikaner für uns getan haben." Ohne die amerikanische Politik wäre die deutsche Wiedervereinigung zum damaligen Zeitpunkt nicht möglich gewesen, sagte Kohl. (APA/dpa)

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