UNO: Krieg zum Hauptgrund für Hungersnöte geworden

25. Mai 2005, 08:48
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Aids und Klimawandel als weitere Ursachen

Rom - Kriege sind nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO noch vor Naturkatastrophen und dem Klimawandel zum wichtigsten Grund für Hungersnöte geworden. Zwischen 1992 und 2003 seien 35 Prozent aller Hungerkatastrophen durch bewaffnete Konflikte und daraus resultierende wirtschaftliche Probleme ausgelöst worden, erklärte die FAO am Montag anlässlich eines Treffens zur Lebensmittelsicherheit in Rom.

Als wichtige Ursachen für Hunger gelten zudem die anhaltende Ausbreitung von Aids und der rasante Klimawandel. Bis 1992 waren es vor allem Naturkatastrophen, die zu Nahrungsmittelengpässen in bestimmten Regionen der Welt geführt hatten.

Krisengebiete

Von den 36 derzeit am schwersten von Hungersnöten betroffenen Staaten gehörten allein 23 zu Afrika, hieß es in dem FAO-Bericht weiter. Die übrigen Krisengebiete lägen in Asien und Lateinamerika. Selbst wenn bewaffnete Konflikte nur auf bestimmte Regionen begrenzt seien, so seien die Auswirkungen doch für das gesamte betroffene Land spürbar, fügte die UN-Organisation hinzu.

"In der Folge werden Gelder nationaler Entwicklungsprogramme für andere Zwecke genutzt und die Funktionsfähigkeit der Regierung geschwächt." Dies führe dazu, dass der Bevölkerung generell weniger Leistungen zur Verfügung gestellt werden könnten. (APA/Reuters)

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