"Operation Squeeze Play": 285 Verdächtige festgenommen

24. Mai 2005, 09:12
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Alle Verhafteten sind irakische Staatsbürger

Bagdad - Irakische und US-Streitkräfte haben westlich von Bagdad bei ihrem bisher größten gemeinsamen Einsatz 285 mutmaßliche Aufständische binnen eines Tages festgenommen. Die Offensive im Bezirk Abu Ghraib ziele darauf ab, die Zahl der Autobombenanschläge in der irakischen Hauptstadt zu verringern, teilte die US-Armee am Montag mit.

Die Festgenommenen seien allesamt Iraker, verlautete aus dem irakischen Verteidigungsministerium. An der "Operation Squeeze Play" waren nach US-Angaben vier Bataillone der irakischen Armee und drei irakische Polizei-Bataillone beteiligt, die von US-Soldaten unterstützt wurden - ein Bataillon besteht für gewöhnlich aus 300 bis 400 Soldaten.

Geführt wurde der Einsatz von den Irakern. Das Einsatzgebiet umfasste eine als "Todespiste" bezeichnete zwölf Kilometer lange Strecke von der Bagdader Innenstadt zum Flughafen, wo immer wieder US-Militärkonvois, ausländische Vertragspartner und Journalisten angegriffen werden. Der am Sonntag begonnene Großeinsatz dauerte am Montag an.

Drei rumänische Journalisten, die Ende März in Bagdad verschleppt worden waren, kehrten unterdessen in ihre Heimat zurück. Die Fernsehreporterin Marie Jeanne Ion, ihr Kameramann Sorin Miscoci und der Zeitungskorrespondent Eduard Ohanesian waren am Sonntag freigekommen. Ihre Entführer hatten den Abzug der rumänischen Truppen aus dem Irak gefordert.

Bei einer Durchsuchung in der Bagdader Innenstadt beschlagnahmte die US-Armee sechs Millionen Dollar (4,8 Millionen Euro). Woher die 100-Dollar-Scheine stammten, war nach den Worten eines Armeesprechers nicht bekannt. Zwei Verdächtige wurden bei dem Einsatz festgenommen. (APA)

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