Ekelproblem

27. Mai 2005, 16:43
182 Postings

Nicht schon wieder Thema Hundescheiße. Aber es hilft nichts. Ein Kommentar von RAU

Nicht schon wieder Thema Hundescheiße. Aber es hilft nichts. Erstens scheint vor allem bei den Bewohnern der Bundeshauptstadt allmählich doch der Belästigungsfaktor die kritische Masse zu erreichen (warme Jahreszeit!). Zweitens scheint sich dies bis zur Wiener Stadtverwaltung bzw. der Opposition durchgesprochen zu haben, weil es allerhand hilflose, aber extrem komplizierte Überlegungen gibt, das Ekelproblem irgendwie anzupacken.

Die SPÖ, vertreten durch Umweltstadträtin Ulli Sima, möchte rote Karten an Hundebesitzer verteilen lassen, die den Dreck nicht wegputzen (wie es Gesetz ist).

Speicheltest

Die Wiener ÖVP will es noch umständlicher: Die Hunde-DNA soll mittels Speicheltest festgestellt und gespeichert werden, damit man dann über die Hundstrümmerln die Täter ausforschen kann. Aber sonst sind alle gesund. In New York wird Nichtwegputzen mit saftigen Strafen belegt. Und das wird auch durchgesetzt.

Nichts anderes müsste man in Wien machen, um die Verdreckung durch immer zahlreichere Hunde einzudämmen. Vielleicht mit höheren Strafen für jene, die ihr Tier mitten auf den Gehsteig oder vor Geschäftsportale machen lassen. Meinetwegen erst nach der Wahl. (rau, DER STANDARD – Printausgabe, 24.05.2005)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.