Floraler Schwund in den Alpen, Pyrenäen und Karpaten

23. Mai 2005, 23:00
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Forscher befürchten klimabedingten massiven Verlust der Artenvielfalt

Johannesburg - Der Klimawandel in Europa kann nach Ansicht eines internationalen Forscherteams bis 2080 zum massiven Verlust der Pflanzenvielfalt führen. Besonders betroffen sei die Flora in Europas Bergwelt, heißt es in der Studie. Sie ist in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften veröffentlicht.

Die mittleren Höhenlagen der Alpen, Pyrenäen, Cevennen, Karpaten sowie der Bergwelt auf dem Balkan gelten als extrem gefährdet. Rund 60 Prozent der untersuchten Pflanzen könnten dort einschneidende Klimaänderungen erfahren, schreibt das Team unter Leitung von Wilfried Thuiller vom Südafrikanischen Institut für Biodiversität in Kapstadt.

Das Expertenteam hat die Verteilung von 1.350 europäischen Pflanzen in sieben verschiedenen Klimaszenarien berechnet. Zudem wurde die Frage untersucht, ob die Pflanzen in günstigere Klimazonen abwandern oder nicht. Unter der Annahme, dass es keine solche Ortsveränderung gibt, könnten nach der Prognose 22 Prozent aller untersuchten Pflanzen als extrem gefährdet angesehen werden. Zwei Prozent davon gäbe es bis 2080 bereits nicht mehr. Positiver sieht das Szenario für die Annahme aus, dass die Pflanzen in andere Gebiete übersiedeln.(APA/dpa)

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