Begründer einer Lichtakademie

23. Mai 2005, 20:10
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Retrospektive auf den Tiroler Kameramann Christian Berger im Ferdinandeum Innsbruck

Im jüngst in Cannes ausgezeichneten "Caché" von Michael Haneke hat er wieder hinter der Kamera gestanden, der Tiroler Christian Berger. Vor vier Jahren war der Film "Die Klavierspielerin" erfolgreiches Resultat jener künstlerischen Zusammenarbeit, die 1992 mit "Benny's Video" begonnen hatte. Wirklich begonnen hat alles mit Fernsehen: Erst nach langer Erfahrung als Bildberichterstatter hat Christian Berger sich selbstständig gemacht. "Der Untergang des Alpenlandes" mit dem Komponisten Werner Pirchner war 1974 ein Aufsehen erregender Start. In Folge hat Berger immer wieder mit österreichischer Gegenwartsliteratur gearbeitet. Das Interesse des Regisseurs galt aber immer und mit weitem Horizont dem Dokumentarischen. So wird beim Internationalen Film Festival Innsbruck heuer erstmals ein "Christian-Berger-Dokumentarfilmpreis" verliehen.

Zuvor beleuchtet, ebenfalls im Rahmen der Berger-Retrospektive im Landesmuseum, ein Workshop das Cine-Reflect-Light-System Berger/Bartenbach, welches der sonst in Wien lehrende Berger an der von ihm mit gegründeten "Lichtakademie" der ambitionierten Firma Bartenbach entwickelt hat: Filme wie "Ne fais pas ça" von Luc Bondy oder Elisabeth Scharangs "Mein Mörder" verwenden ausschließlich dieses Lichtsystem, zum ersten Mal erhellte Berger damit vor vier Jahren "Die Klavierspielerin". (pen/DER STANDARD, Printausgabe, 24.05.2005)

Ferdinandeum, Innsbruck, Museumsstraße 15, (0512) 594 89-110, bis 5. 6., Eröffnung 18.00
  • "Uuund Action!" heißt es für Christian Berger, der hier mit der Kamera verwachsen zu sein scheint.
    foto: ttvfilm

    "Uuund Action!" heißt es für Christian Berger, der hier mit der Kamera verwachsen zu sein scheint.

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