"Glücklichster Mann Chinas" überlebt zweites Grubenunglück

23. Mai 2005, 18:56
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Bergmann überstand schon 2002 eine Explosion

Peking - Der Chinese Sun Jisheng hat bereits zwei Mal ein Grubenunglück überlebt und ist deshalb von den staatlichen Medien zum "glücklichsten Mann Chinas" gekürt worden. Bei dem Grubenunglück in China, bei dem am vergangenen Donnerstag mindestens 45 Bergarbeiter starben, war er der einzige, den die Rettungskräfte bisher lebend bergen konnten, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete.

Auch bei einer Explosion, die 2002 im selben Kohlebergwerk Huanerhe nahe der Stadt Chengde in der Provinz Hebei 29 seiner Kollegen tötete, entkam Sun unverletzt.

Bei der Gasexplosion in der vergangenen Woche war Sun verschüttet worden, zwei Tage lang galt er als vermisst. Am Samstag fand ihn ein Rettungstrupp schwer verletzt. Nachdem seine Geschichte bekannt wurde, kürten die staatlichen Medien ihn daraufhin am Sonntag zum "glücklichsten Mann Chinas". Zum Zeitpunkt der Explosion hatten sich laut Xinhua 85 Arbeiter im Schacht des Bergwerks aufgehalten. 34 von ihnen konnten sich retten, Sun wurde geborgen, 45 starben. Fünf Arbeiter wurden am Montag noch vermisst. Allein im vergangenen Jahr starben in China nach offiziellen Angaben mehr als 6.000 Bergleute bei Unglücken. Unabhängige Experten gehen sogar von fast 20.000 Toten aus. (APA/AFP)

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