Meisterteller steht in Ried bereit

24. Mai 2005, 21:15
6 Postings

Oberösterreicher haben gegen Gratkorn ersten Matchball - Lizenzloses Untersiebenbrunn nicht mehr zu retten

Wien - Im Gegensatz zur vorzeitigen Entscheidung in der T-Mobile-Fußball-Bundesliga könnte es in der Red Zac Ersten Liga zu einem Showdown um den Titel in der letzten Runde kommen. Zunächst hat Tabellenführer SV Ried (71 Pkt.) am vorletzten Spieltag (alle Partien Dienstag, 19:00 Uhr) gegen Gratkorn aber den ersten Matchball. Verfolger SV Kapfenberg (68 Pkt.), der nach Altach reist, muss auf einen Umfaller der Oberösterreicher hoffen, um diese am Freitag im direkten Duell noch abfangen zu können.

Die Bundesliga, vertreten durch Vizepräsident Anton Hirschmann und Vorstand Georg Pangl, wird bereits am Dienstag im Rieder Fill-Metallbau-Stadion anwesend sein. Im Gepäck dabei wird der 4,8 kg schwere Messing-Meisterteller sein. Im Falle des Rieder Meisterstücks werden auch gleich der beste Spieler (Sanel Kuljic) sowie der beste Tormann (Hans-Peter Berger) der Saison geehrt, die von den Präsidenten, Managern und Trainern der Red-Zac-Mannschaften gewählt wurden.

Keine Lizenz für Untersiebenbrunn

Auch die Abstiegsfrage dürfte endgültig geklärt sein, wenn auch nicht sportlich. Der SC Untersiebenbrunn, der den FC Kärnten empfängt, steht trotz des sportlichen Aufschwungs mit 13 Punkten aus den vergangenen fünf Partien vor dem unausweichlichen Abstieg. Reinhard Herovits, Lizenzierungs-Verantwortlicher der Bundesliga, erteilte der Marchfelder Hoffnung auf eine Neuaufnahme des Verfahrens im Falle eines neuen Geldgebers eine Absage. "Die siebentägige Klagefrist ab Zustellung der Entscheidung des Protestkomitees ist am Freitag, dem 20. Mai, um 24 Uhr abgelaufen. Alle weiteren eingebrachten Neuerungen können nicht mehr berücksichtigt werden."

SCU-Obmann Werner Magyer hatte auf eine Klage vor dem Ständigen Neutralen Schiedsgericht verzichtet. "Dazu muss sich nach der negativen Entscheidung der Bundesliga etwas Gravierendes ändern. Es muss sich ein Geldgeber finden und nach vielen Jahren werde ich das dieses Mal definitiv nicht sein", bekräftigte Magyer am Montag seinen bereits im März bei der SCU-Generalversammlung vorgebrachten Entschluss. (APA)

Share if you care.