Stadler und Mitterbauer ab Mittwoch im Telekom Austria - Aufsichtsrat

24. Mai 2005, 15:18
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Hauptversammlung: Investkredit-Vorstand und Miba-Chef Mitterbauer neu ins Aufsichtsgremium - Stadler auch Aufsichtsratschef bei RTR

Die Aktionäre der börsenotierten Telekom Austria (TA) werden bei der für diesen Mittwoch angesetzten Hauptversammlung über zwei zusätzliche Aufsichtsräte abstimmen. Die Zahl der Kapitalvertreter soll damit von acht auf zehn erhöht werden. Neu in das Kontrollgremium kommen sollen Investkredit-Generaldirektor Dr. Wilfried Stadler und Miba-Geschäftsführer DI Peter Mitterbauer.

Die Staatsholding ÖIAG, die derzeit noch 25,2 Prozent (exklusive 5-prozentiger Wandelanleihe) an der TA hält, habe einen entsprechenden Antrag zur Wahl Mitterbauers und Stadlers gestellt, teilte die TA auf ihrer Homepage mit.

Kodex für die gute Unternehmensführung

Der Wunsch der ÖIAG entspreche dem Kodex für die gute Unternehmensführung (so genannter Corporate Governance-Kodex) und korreliere mit der Ausweitung des Geschäftsvolumens und den Akquisitionsplänen der TA in Südosteuropa, begründete ÖIAG-Sprecherin Anita Bauer heute auf APA-Anfrage die beantragte Aufstockung des Aufsichtsrats. Mit einem größeren Aufsichtsrat sei es auch leichter, Ausschüsse zu bilden. Mit Stadler und Mitterbauer sei die Wahl auf zwei "renommierte Experten des Wirtschafts- und Finanzbereichs" gefallen.

Der gebürtige Salzburger Stadler (Jahrgang 1951) war nach dem Volkswirtschaftsstudium zunächst im familieneigenen Unternehmen und dann als wirtschaftspolitischer Referent im Österreichischen Wirtschaftsbund tätig. Seit 1987 ist er in der Investkredit tätig, seit 1995 als Mitglied des Vorstandes, seit 2002 als Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender.

Investkredit-Vorstand und Miba-Chef

Mitterbauer (Jahrgang 1942) trat nach dem Maschinenbau- und Betriebswirtschaftsstudium an den Technischen Universitäten Wien und Graz in das familieneigene Unternehmen Miba, ein börsenotierter Autozulieferer, ein, an dessen Spitze er seit knapp 20 Jahren steht. Daneben war er langjähriger Präsident der Österreichischen Industriellenvereinigung und Vizepräsident des europäischen Industrie- und Arbeitgeberverbandes UNICE.

Stadler und Mitterbauer sitzen zudem in diversen Aufsichtsräten und Beiräten. Pikantes Detail am Rande: Stadler hat u.a. den Aufsichtsratsvorsitz bei der Rundfunk- und Regulierungsbehörde RTR inne, die auch über die Marktregulierung der TA entscheidet.

Weiters soll auf der HV am Mittwoch über eine Änderung der Ermächtigung des Vorstands zum Aktienerwerb abgestimmt werden, heißt es in der Tagesordnung zur HV weiter. Der Vorstand kann demnach künftig während einer Geltungsdauer von 18 Monaten Stückaktien zu einem niedrigsten Gegenwert von 9 und einem höchsten Gegenwert von 21 Euro pro Aktie zu erwerben. Bisher lag der Höchstwert bei 18 Euro.(APA)

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