St. Pölten bekommt eine Eishalle

28. Mai 2005, 19:50
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Spatenstich im Herbst - Kosten sechs Mio. Euro - Stadt bringt Grundstück ein

St. Pölten - Mit der Errichtung einer Eishalle erfährt die Landessportschule St. Pölten eine bedeutende Erweiterung. Von einem "Meilenstein" für den Eissport in Niederösterreich - sowohl in Richtung Spitzen-, als auch Breitensport - sprach Sport-Landesrätin Petra Bohuslav (V) am Montag bei der Präsentation des Projektes, für das die Stadt ein Grundstück im Ausmaß von 20.200 Quadratmetern einbringt. Der Spatenstich soll im Herbst erfolgen, mit der Fertigstellung ist Ende nächsten Jahres zu rechnen.

Für alle Eissportarten

Wie Bohuslav ausführte, soll die multifunktionale Halle Eissport in den unterschiedlichsten Disziplinen ermöglichen - vom Eiskunstlauf über Eishockey bis zu Curling. Um die Veranstaltungen zu den jeweiligen Sportarten abwickeln zu können, wird ein Fassungsvermögen von rund 500 Zuschauerplätzen berücksichtigt.

Von der Realisierung auf dem Gelände sind bauliche und sportliche Synergien zu erwarten, dazu kommt die Nutzung durch die Schüler des seit einigen Jahren etablierten Leistungsmodells (Oberstufen-Realgymnasium und Handelsschule). Hand in Hand mit der Umsetzung ist auch ein Internat (als Ersatz für den bestehenden Standort Hermannshöhe) geplant. Mit Unterstützung bekannter Trainer soll St. Pölten auch international im Eissport positioniert werden.

Baukosten sechs Millionen Euro

Der Bau soll unmittelbar an die bestehende Tennishalle anschließen. Die Gesamtkosten wurden mit sechs Millionen Euro beziffert, die Stadt beteiligt sich mit einem Investitionszuschuss von 300.000 Euro. Neben neuen Parkplätzen ist auch eine leistungsfähige Zufahrt direkt von der B 1 vorgesehen, erläuterte Bürgermeister Matthias Stadler (S). Damit wird die Verkehrsinfrastruktur auch im Hinblick auf Großveranstaltungen - wie zuletzt das ATP-Turnier - verbessert. Die neue Eishalle bedeute auch eine enorme Aufwertung für den Publikumslauf.

Zur Entwicklung der ursprünglich als Trainingsstätte konzipierten Landessportschule zum Leistungszentrum mit sportlicher Bandbreite führte Geschäftsführer Günther Krispel aus, dass seit der Eröffnung 1990 rund 1.800 Sportevents durchgeführt wurden - von "kleinen" Veranstaltungen bis zu internationalen Meisterschaften. Die Auslastung der Bettenkapazität beträgt etwa 90 Prozent. In Etappen dazugebaut wurden Tennishalle und -arena plus Windfang, Seminarräume und 2004 eine Ballsporthalle. (APA)

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